Neue Aufgaben der Lehrenden und der Studierenden

Neue Aufgaben wurden gesucht - und befohlen. Einige der Professoren hegten große Hoffnungen, in ihren Fächern Nützliches für die neue Gesellschaft leisten zu können, dabei vom Regime unterstützt und vor allem ausgiebig geehrt zu werden; in Programmen priesen sie die ideologische Konformität und die "völkische" Bedeutung ihrer Fächer. Die "Grenzland"-Funktionen der "ostmärkischen" Hochschulen in ihrem Wirken nach Südosten und Süden wurden betont, d. h. die Forschungen zum "Auslandsdeutschtum" sowie die Ausbildung der Eliten in den Balkanländern, von denen eine Kollaboration mit dem NS-Staat erwartet wurde. Lehrende und Studierende drängten in die NS-Organisationen. Es wurde gefeiert, gedacht, paramilitärisch organisiert und schließlich an den befohlenen Aktionen, wie an den Verhaftungen von Professoren und dem Novemberpogrom, teilgenommen.

1938
NS-Herrschaft in Österreich


Akademie der Wissenschaften



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