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Jugend im Nationalsozialismus Peter Malina
Auch Kinder wurden mobilisiert, um den "Anschluss" propagandistisch zu unterstützen, sie
waren als die Hoffnungsträger der neuen Zeit Adressaten der NS-Propaganda.
Nationalsozialismus in Österreich bedeutete auch eine entscheidende Veränderung des
Schulsystems, das sich widerstandslos und durchaus bereitwillig an die neuen Gegebenheiten
anpasste. Ausgerichtet auf die Erfassung des "ganzen" Menschen, sollte dem Einzelnen
möglichst wenig individueller Spielraum gegeben werden. Persönliche Entscheidungen über
Sinnbezüge des eigenen Lebens und Einsicht in gesamtgesellschaftlich-politische
Zusammenhänge durften gar nicht aufkommen. Trotz der scheinbaren Zuwendung zu den
Kindern war diese staatlich verordnete Pädagogik durch eine menschenverachtende
Erniedrigungsideologie bestimmt, die im Rassenantisemitismus, der Doktrin vom
"lebensunwerten" Leben und der Abwertung von allem Fremden zum Ausdruck kam.
Kameradschaftliches Handeln im Sinne der Solidarität mit den Schwächeren hatte in diesem
Erziehungssystem keinen Platz. An seine Stelle traten gegenseitige Überwachung und
Disziplinierung zur bedenkenlosen Ausführung von "oben" gegebener Befehle.
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1938
NS-Herrschaft in Österreich Kinder als Objekte und Handlanger Die Schule als Institution der NS-Erziehung Die Partei-Jugend: HJ und BdM Belohnen und bestrafen, fördern und "aussondern" |
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