Jugend im Nationalsozialismus

Peter Malina


HJ-Zeitschrift Der Pimpf, April 1938 Auch Kinder wurden mobilisiert, um den "Anschluss" propagandistisch zu unterstützen, sie waren als die Hoffnungsträger der neuen Zeit Adressaten der NS-Propaganda. Nationalsozialismus in Österreich bedeutete auch eine entscheidende Veränderung des Schulsystems, das sich widerstandslos und durchaus bereitwillig an die neuen Gegebenheiten anpasste. Ausgerichtet auf die Erfassung des "ganzen" Menschen, sollte dem Einzelnen möglichst wenig individueller Spielraum gegeben werden. Persönliche Entscheidungen über Sinnbezüge des eigenen Lebens und Einsicht in gesamtgesellschaftlich-politische Zusammenhänge durften gar nicht aufkommen. Trotz der scheinbaren Zuwendung zu den Kindern war diese staatlich verordnete Pädagogik durch eine menschenverachtende Erniedrigungsideologie bestimmt, die im Rassenantisemitismus, der Doktrin vom "lebensunwerten" Leben und der Abwertung von allem Fremden zum Ausdruck kam. Kameradschaftliches Handeln im Sinne der Solidarität mit den Schwächeren hatte in diesem Erziehungssystem keinen Platz. An seine Stelle traten gegenseitige Überwachung und Disziplinierung zur bedenkenlosen Ausführung von "oben" gegebener Befehle.

1938
NS-Herrschaft in Österreich


Kinder als Objekte und Handlanger

Die Schule als Institution der NS-Erziehung

Die Partei-Jugend: HJ und BdM

Belohnen und bestrafen, fördern und "aussondern"



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