Symbolische Machtübernahmen

Da den Nationalsozialisten in Österreich in den ersten Stunden und Tagen der Machtübernahme sowohl "revolutionäre Massen" als auch eine funktionierende Organisation im Lande fehlten, blieben zunächst nur symbolische Mittel. Die Denkmäler des Ständestaats wurden gestürzt, und die Zeichen und Spuren des christlich-autoritären Österreich beseitigt. Meist waren diese symbolischen Handlungen organisiert und für den ästhetischen Blick des (zufällig anwesenden?) Fotografen inszeniert. Die Bilder wurden in Zeitungen, Broschüren und Wochenschauen propagandawirksam verbreitet. In ihnen enthüllte sich bereits der terroristische Charakter der NS-Herrschaft, zunächst vor allem gegen die Sündenböcke "allen Übels", die Juden, und wo diese fehlten, gegen Vertreter des gestürzten Ständestaates.

1938
NS-Herrschaft in Österreich


Seyß-Inquart und die ersten 
Mitglieder seiner Regierung

Mann mit Hakenkreuzfahne auf einer Straßenlaterne, 11./12. März 1938

Entfernen der Grenzbalken, März 1938

Verbrennen von Grenzbalken in Salzburg

Sturz des Dollfuß-Denkmals in Graz

Demütigung von Juden

Demütigung von Ständestaatsfunktionären



» Der "Führer" - die Masse - die Formation

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