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ÖsterreicherInnen im Exil. USA 1938-1945 / Remigration Vl. SCHWIERIGE ODER UNTERBLIEBENE HEIMKEHR |
Materialien
Aus: Österreicher im Exil. USA 1938-1945. Eine Dokumentation, hrsg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes. Einleitungen, Auswahl und Bearbeitung: Peter Eppel, Wien 1995, Bd. 2, S. 688-701 |
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Es dürfte unmöglich sein, die Zahl der österreichischen Remigranten aus den USA festzustellen. Es ist aber anzunehmen, dass nur jeder fünfte oder sechste bzw. zwischen 15 und 20 Prozent der vor dem Nationalsozialismus in die USA geflüchteten Österreicher für immer in die alte Heimat zurückgekehrt sind. (1)
1. Schwierige Heimkehr Beispielsweise Karl Farkas, Walter Firner, Ernst Lothar und Adrienne Gessner dürften 1946, Willibald M. Plöchl 1947 sowie Friedrich Torberg 1951 relativ erfolgreich an die so gewaltsam unterbrochen gewesenen gesellschaftlichen sowie beruflichen Beziehungen von früher angeknüpft haben, aber schwierig war die Heimkehr gewiss auch für sie. Karl Farkas' Gedicht "Abschied von New York" dokumentiert, mit welchen Ängsten er Wien entgegensah. (2) Ernst Lothar, dessen Emigrantenschicksal bemerkenswerterweise auch in einem 1984 erschienenen Lehrer-Jahrbuch dargestellt wird, kam bekanntlich mit einem amerikanischen Spezialpass und in einer von vielen anderen vergeblich angestrebten militärisch-politischen Position nach Wien zurück. Er hatte aber bei seiner Rückkehr nicht nur Privilegien, sondern auch Gewissenskonflikte. (3) Den Konflikt zwischen Loyalität zur alten und zur neuen Heimat versuchte Lothar später durch Zurücklegung der amerikanischen Staatsbürgerschaft zu lösen. Wenn er sich zuvor geweigert hatte, Deutsch zu verstehen, wird das wohl als Überkompensierung für den verdrängten Schmerz über den seinerzeitigen Verlust der Heimat zu interpretieren sein. (4) Die Erfahrung des Zurufs "Ami go home" kommentiert er selbst mit der trockenen Feststellung "Wir waren wieder da." (5) Lothars Ehefrau Adrienne Gessner genoss u. a. das Privileg, ihren Mann begleiten zu dürfen, obwohl "dependent wives" amerikanischer Offiziere eigentlich erst nach einer Frist von sechs Monaten in die okkupierte Zone nachkommen sollten, hatte aber andererseits New York und ihren dortigen Riesenerfolg als Schauspielerin nur Lothar zuliebe aufgegeben. (6) Dass sie dann im Gegensatz zu unzähligen anderen die Möglichkeit hatte, ihre eigenen Möbel zurückzukaufen, ist wohl auch ein eher fragwürdiges Privileg. (7) Friedrich Torberg wollte, obwohl er die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm, immer zurück nach Wien, konnte sich aber erst 1951 endgültig dazu entschließen und wurde als Romancier, Publizist und Kritiker eine dominierende Persönlichkeit im literarischen Leben Wiens. (8) Seinem Freund Milan Dubrovic hatte er am 15. Mai 1946 geschrieben: "mit den Worten eines Freunds von mir, einem der wenigen Ehrlichen, die zwar zugeben, dass sie vor Sehnsucht krepieren, aber trotzdem nicht zurückgehn: 'Soll man sich noch eimal häkeln lassen?' [...] Für unsereinen sind es verflucht praktische [Überlegungen]. Keine materiellen - damit auch da kein Missverständnis entsteht. Materielle Erwägungen können mich so wenig nach Wien locken, wie sie mich hier halten könnten. Sondern 'praktisch' heißt ganz einfach: dass man den einen Schock schon schwer genug und nur ganz knapp überstanden hat und dass man einen zweiten Schock wahrscheinlich nicht mehr überstehen könnte." (9) Zehn Tage später richtete Torberg an Dubrovic die Zeilen: "Zu meiner Genugtuung habe ich schon vor einigen Jahren den Stoßseufzer zu Protokoll gegeben: 'Oj wie mies ist mir vor dem Tag, auf den ich mich so freu.' Aber dann ist es doch wieder nicht so mies, und zumindest die geistigen Aufräumungsarbeiten scheinen mir viel besser vonstatten zu gehen, als ich es zu hoffen wagte." (10) Torbergs 1958 erschienenes Gedicht "Rückkehr" schließt mit den Zeilen: "Aber wo ich auch gehe, flattern die dunklen Gewänder der Toten um mich. (11) Weniger erfolgreich als bei Farkas, Lothar und Torberg, aber doch so, dass auch sie nunmehr ständig in Wien blieben, verlief die Rückkehr beispielsweise bei Julius Deutsch (1946), Elisabeth Freundlich (1950), Josef Luitpold Stern (1948) und Ernst Karl Winter (1955).Ein von Elisabeth Freundlich unter dem Titel "Abschied und Wiederkehr" veröffentlichter Bericht über Wien im Mai 1950 erwähnt auch die aus dem Antikommunismus Torbergs und anderer erwachsenen Schwierigkeiten, eine geeignete Plattform für ihre Werke und ihre Übersetzungen von Theaterstücken zu finden, bekennt aber, dass der "Entschluss [zur Rückkehr] richtig gewesen" sei: "Ich lebe hier für das, wofür ich angetreten bin, als politisch bewusste, politisch unabhängige Schriftstellerin." (12) Josef Luitpold Stern lebte gerade lang genug, um im Alter von 80 Jahren die Veröffentlichung seines Gesamtwerkes in einer stattlichen Ausgabe des Europa-Verlages 1963-1966 erleben zu können. Die ihm 1948 vom Holzarbeiter-Verband zugewiesene Tätigkeit als Rektor des Arbeiterbildungsheimes im oberösterreichischen Schloss Weinberg bei Kefermarkt dürfte er jedoch eher als "Verbannung", jene im Bildungsreferat des Österreichischen Gewerkschaftsbundes ab 1954 als "Ausgedinge" empfunden haben. (13) Ernst Karl Winter hat im Exil in wirklich einzigartiger Weise an Österreich festgehalten und unermüdlich versucht, für Österreich zu wirken. Er [...] bemühte sich seit 1945 um seine Rückkehr, obwohl er ein kranker Mann war und eine Familie mit acht Kindern hatte. (14) [Siehe Dok. 25] 1955 kam er das erste Mal wieder nach Wien, obwohl man versucht hatte, ihn davon abzubringen. Der gewünschte Wirkungskreis blieb ihm freilich vorenthalten. Der äußere Grund hiefür: Kompetenzschwierigkeiten zwischen Fakultät und Ministerium." (15) Während es die meisten "Heimkehrer" schafften, sich trotz aller Schwierigkeiten mehr oder weniger gut zu reintegrieren, sahen sich beispielsweise Ferdinand Czernin, Hans Rott und Otto Leichter so sehr in ihren Hoffnungen enttäuscht, dass sie die versuchte Heimkehr als gescheitert betrachteten und wieder in die USA zurückkehrten. Auch Ferdinand Czernin hatte sich im Exil ganz besonders für Österreich engagiert, kam bereits im März 1946 zurück und wollte erkunden, ob es günstiger sei, eine neue liberale Partei zu gründen oder mit dem linken Flügel der ehemals Christlichsozialen zusammenzuarbeiten. (16) Er dürfte sich eine führende politische Position erwartet haben und aus Ungeduld, Unzufriedenheit mit den politischen Verhältnissen sowie finanziellen Gründen bald wieder in die USA begeben und dort so sehr zurückgezogen haben, dass es schwer ist, seine Spuren genau zu verfolgen. (17) Hans Rott, der in den USA 1944 die Christlichsoziale Partei wiederaufleben lassen hatte, konnte im Nachkriegswien von seiner Partei keine bedeutende politische Position erhalten, ging nach New York zurück und "wurde ein kleiner Beamter im österreichischen Generalkonsulat". (18) Der Sozialdemokrat Otto Leichter arbeitete in den Jahren 1946 bis 1948 in der Wiener Arbeiterkammer sowie als Redakteur von "Arbeit und Wirtschaft", kehrte danach aber nach New York zurück, weil seine Vorstellungen bezüglich einer anerkannten politischen Funktion von einzelnen Parteigenossen zurückgewiesen wurden. (19) Paul Elbogen dachte zugegebenermaßen ohnehin nicht an eine ständige Heimkehr nach Wien, aber seine ablehnende Haltung wurde noch dadurch bestärkt, dass seine Schwägerin in Wien um 1965 von einer sie erkennenden Frau die Worte zu hören bekam: "Was, Sie san wieder do? Und mir ham glaubt, Sie san verbrennt wurdn." (20) [Siehe Dok. 56] Manche Emigranten sind nach dem Krieg direkt in ein anderes europäisches Land übersiedelt, weil ihr Interesse nicht so sehr Österreich, sondern einem weiter gefassten Europa-Ideal galt, andere ließen sich nach versuchter Heimkehr in einem anderen europäischen Land nieder. Hans Habe beispielsweise sammelte in Deutschland und Österreich so unangenehme Erfahrungen - u. a. deshalb, weil "der Anblick des Emigranten [...] den ganzen Mechanismus des Schuldgefühls in Bewegung" setzt -, dass er sich zuletzt in der Schweiz niederließ. (21) Der "unheilbare Europäer" Alfred Polar lebte, wenn er nicht gerade in seinem "dear non-home" New York City war, abwechselnd in Deutschland, Österreich und der Schweiz. (22) Von ihm stammt die Charakterisierung "Emigranten-Schicksal: Die Fremde ist nicht Heimat geworden. Aber die Heimat Fremde." (23) Maria Berl-Lee, die selbst zur "Wandererin zwischen zwei Welten" wurde, ließ ihr Gedicht "Des Auswanderers Rückkehr" mit folgenden zwei Zeilen enden: "Und zwischen zwei Welten schwankend Grete Hartwig-Manschingers Gedicht "Ein Mann hat Heimweh" drückt Heimweh nach der ersten und zweiten Heimat aus. (26) Es waren vor allem politisch interessierte Flüchtlinge, die sich nie als Immigranten fühlten und gewissermaßen ihre Koffer stets gepackt hielten, um nach Kriegsende die erste Rückkehrmöglichkeit nützen zu können. (27) Heimweh, familiäre sowie berufliche Bindungen, Interesse am Wiederaufbau Österreichs, in späteren Jahren auch Ablehnung des McCarthyismus mit seiner antikommunistischen Phobie gehörten zu den wesentlichsten Beweggründen derer, die nach Österreich zurückkehrten. (28) Weitere Hinweise, insbesondere solche auf die Haltung der USA in der Frage der Rückkehr, spiegeln die Akten der Foreign Nationalities Branch des Office of Strategic Services wider. Als dem OSS im Oktober 1944 vorgeschlagen wurde, Karl Hans Sailer und Otto Leichter zum frühestmöglichen Zeitpunkt nach Österreich zu schicken, damit diese die "Arbeiter-Zeitung" herausgeben, bevor das vielleicht Emst Fischer im Auftrag Moskaus besorgt, stimmte der OSS zwar prinzipiell zu, (29) aber Ende April 1945 musste Julius Deutsch feststellen: "The Russians again had shown more understanding for the situation and had brought Communist exiles to Austria while the Social Democrats in this country had had almost no support." (30) Tatsache ist, dass in der unmittelbaren Nachkriegszeit aus den USA nur Regierungsbeamte oder Militärs den Atlantik überqueren durften, so genannte "Austrian Refugees" - Österreicher, die die österreichische Staatsbürgerschaft beibehalten hatten - ab Frühjahr 1946, solche, die die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen hatten, auch zu diesem Zeitpunkt nur dann, wenn sie besondere amerikanische Interessen vertraten. (31) [Vgl. Dok. 18, Dok. 26, Dok. 29] Die Bürokratie des State Department, die Militärbehörden in Österreich und diverse Bestimmungen der Alliierten Kommission trugen dazu bei, dass die Rückkehr aus den USA in der Tat viel langsamer erfolgte als jene aus der Sowjetunion, wo die politischen Emigranten u. a. über den Moskauer Rundfunk unmittelbar nach Kriegsende, wenn nicht früher, zur Rückkehr aufgefordert worden waren. Es ist daher verständlich, dass die KPÖ im Nationalrat der Jahre 1945-1949 3 von 4 Mandaten mit ehemaligen Exilanten besetzte, die SPÖ nur 4 von 76, und dass im ZK der KPÖ 1947 unter 39 Mitgliedern 26 ehemalige Exilanten, im Laufe der fünfziger Jahre 40 unter 60 waren. (32) Eine Anweisung des State Department vom 5. September 1945 hatte gelautet: "In general, Dept. approves return to Germany or Austria of all German or Austrian refugees who wish to return to their respective homelands, provided local circumstances of food, housing and other practical considerations permit ." (33) In der unmittelbaren Nachkriegszeit erfuhr, wer wollte, aus amerikanischen Zeitungen, Berichten von Soldaten und, wenn der Postverkehr nicht gerade unterbrochen war, auch aus Briefen, dass die Situation in Wien - z B. im Hinblick auf Lebensmittel, Kleidung, Heizmaterial, Strom etc. - verzweifelt war. (34) Wollte sich ein österreichischer Emigrant über das Wien der unmittelbaren Nachkriegszeit, eventuell auch über das Für und Wider einer Rückkehr mittels Exilzeitung informieren, hing der Eindruck, den er gewann, davon ab, welche Zeitung er zur Hand nahm. Als Überschrift stand beispielsweise im "Aufbau": "Thomas Mann: Warum ich nicht nach Deutschland zurückgehe" (12. 10. 1945), (35) in der "Austria": "Wiener einstimmig für die Heimkehr der Emigranten" (25. 11. 1945), (36) oder im "Aufbau": "Judenelend in Österreich" (15. 3. 1946) [siehe Dok. 24], (37) in der "Austria": "Das Märchen vom Antisemitismus in Wien" (25. 3. 1947) [siehe Dok. 39]. (38) Der "Aufbau", 1934 von deutschen Juden in New York gegründet, verstand sich als Immigrationsblatt und zählte - und zählt noch - viele Österreicher zu seinen Mitarbeitern. Über den "Aufbau" konnten die Leser 1945/46 Thomas Manns Stellungnahme "Warum ich nicht nach Deutschland zurückgehe", die in Deutschland heftige Reaktionen der Ablehnung hervorrufen sollte, als Sonderdrucke frei zugesandt bekommen und sich an großen Hilfsaktionen "jüdischer Immigranten aus Deutschland und Österreich" für überlebende Juden aus diesen beiden Ländern beteiligen. Unter dem Titel "Wien - ein Schatten seiner selbst" brachte der "Aufbau" am 16. November 1945 den Bericht eines in Wien gebürtigen amerikanischen Soldaten, "der acht Tage in der Stadt zubrachte, aus der er 1938 hinausgeworfen wurde". (39) [Siehe Dok. 16]Der anonyme Schreiber betonte, "dass das Elend einfach unbeschreiblich ist", und schloss mit den Zeilen: "Wien wird niemals wieder Wien sein, und ich persönlich möchte keinem raten, dahin zurückzukehren. Besser in USA ums tägliche Brot kämpfen, als in einem Palais in Wien leben." Unter dem Titel "Judenelend in Österreich" berichtete der "Aufbau" am 15. März 1946, dass Österreich, entgegen anders lautenden Äußerungen Bundeskanzler Figls, "durch und durch antisemitisch gesinnt" sei und "dass die Jüdische Gemeinde allen österreichischen Juden im Auslande anrate, nicht heimzukehren". (40) [Siehe Dok. 24] Die von den American Friends of Austrian Labor unter dem Vorsitz Adolf Sturmthals herausgegebene österreichische Exilzeitung "Austrian Republic" versuchte, den österreichischen Sozialisten Hilfslieferungen zu verschaffen, über die Aktivitäten der österreichischen Sozialisten zu informieren und zum Wiederaufbau beizutragen. In der "Austrian Republic" vom Februar 1946 erschien ein von Rosa Jochmann und Gabriele Proft unterzeichneter Brief der ersten Reichskonferenz der Sozialistischen Frauen Österreichs, in dem allen vertriebenen Gesinnungsgenossinnen Dank gesagt und die Hoffnung auf baldiges Wiedersehen zum Ausdruck gebracht wurde. (41) Im Dezember 1946 überbrachte die "Austrian Republic" den österreichischen Sozialisten in den USA Dank und Grüße vom Sozialistischen Parteitag in Wien (13.-15. 11. 1946). (42) Im September 1947 berichtete Otto Leichter über seine Eindrücke in Wien: "Ob das Problem der Denazifizierung befriedigend oder überhaupt gelöst werden kann, erscheint mir [...] sehr zweifelhaft. [...] Ob in einer Situation, in der die Besatzungsmächte Österreich räumten und die Juden hier zurückließen, sich nicht der Antisemitismus und die Fremdenfeindlichkeit, die eine Hungersnot immer fördert, vor allem gegen die vertriebenen Juden richten würde, ist gewiss zweifelhaft. Manche Vorkommnisse in der Provinz deuten darauf hin. [...] Im Allgemeinen herrscht wohl die Meinung, dass diejenigen, die ein Schicksalsschlag aus Österreich vertrieben hat, besonders wenn sie jetzt in den Vereinigten Staaten leben, irgendwie für das, was sie erlebt haben, entschädigt wurden." (43) In der von dem Monarchisten Otto Günther herausgegebenen "Austria" wurde der Antisemitismus im Nachkriegsösterreich verharmlost, ja geleugnet, und sowohl die Haltung der Wiener Bevölkerung Rückkehrern, insbesondere jüdischen Rückkehrern gegenüber, als auch die damalige Politik in Sachen Wiedergutmachung stark ins Positive verzerrt dargestellt. (44) Darüber hinaus gab die "Austria" für vieles den Deutschen die Schuld und sprach die Österreicher als die Verführten frei. Am 5. Juli 1946 zitierte die "Austria" von Minister Felix Hurdes u. a. die Worte: "Es gereicht mir zur besonderen Freude, dass es mir gelungen ist, von hervorragenden Gelehrten, die Österreich wegen Hitler verließen, Zusagen zur Rückkehr in die sie freudig erwartende Heimat zu erhalten, so z. B. gerade in diesen Tagen von Professor Dr. Ehrenhaft, derzeit in New York." (45) Die dem Namen von Hurdes vorangestellten Worte "Appell an die Leser der 'Austria'" sind wohl so zu verstehen, dass der Inhalt auf diese abgestimmt war. Das bemerkenswerte, vom britischen Historiker Robert Knight Anfang Juni 1988 vorgelegte Buch "'Ich bin dafür, die Sache in die Länge zu ziehen'. Die Wortprotokolle der österreichischen Bundesregierung von 1945 bis 1952 über die Entschädigung der Juden" enthält aus dem Ministerratsprotokoll vom 14. Januar 1947 zum Thema "Antisemitismus in Österreich" den Satz: "BM Dr. Gruber bringt eine Information des Inspektors der UNRRA Hirschmann nach Amerika zur Sprache, derzufolge für das Leben der Juden in Österreich nach Abzug der Besatzungsmächte infolge der antisemitischen Stimmung im Lande keinerlei Garantie bestehe." (46) Vier Wochen später erschien in der "Wiener Zeitung" unter dem Titel "Das Märchen vom Antisemitismus in Wien" ein Artikel von Bürgermeister Theodor Körner. Knight hat Teile dieses Artikels abgedruckt und zitiert dazu Martin Herz aus der US-Gesandtschaft: "Trotz Bürgermeister Körners pauschaler Leugnung gibt es [...] keinen Zweifel daran, dass ein gewisser Antisemitismus noch immer existiert." (47) Die "Austria" zitierte seinerzeit Körners Artikel im vollen Wortlaut, darunter die von Knight ausgelassene Passage: "Als Bürgermeister der Stadt Wien habe ich sofort, als eine Rückkehr nach Österreich überhaupt möglich wurde, eine Reihe namhafter jüdischer Künstler und Gelehrter eingeladen, nach Wien zurückzukehren und ihre Tätigkeit hier wieder aufzunehmen. [...] Als Beispiele seien angeführt: die Mitglieder des Burgtheaters Else Wohlgemut und Lilly Karoly, die bekannten Humoristen Karl Farkas und Max Brod, der Schriftsteller Hans Weigel, der Schauspieler Wolfgang Heinz vom Volkstheater, und zur besonderen Freude aller Wiener ist auch die Rückkehr Hermann Leopoldis angekündigt. [...] Wer nach Österreich zurückkommt, wird gut und freundlich aufgenommen." (48) [Siehe Dok. 39] Der vom UNRRA-Inspektor Hirschmann ausgesprochene Gedanke, dass das Leben der österreichischen Juden durch den Abzug der Besatzungstruppen erneut gefährdet werden könnte, war anderen schon früher in den Sinn gekommen. Als dieser Gedanke, im Anschluss an Gespräche "mit amerikanischen Soldaten österreichischer Herkunft, die die Verhältnisse an Ort und Stelle genau studiert" hatten, vom Chef-Chemiker des Beth David Hospitals, Dr. Josef Güdemann, in der "New York Staats-Zeitung und Herold" vom 13. Jänner 1946 noch schärfer formuliert worden war, hatte Julius Deutsch gegen Güdemanns "Warnung [...] an die aus Österreich vertriebenen Juden [...], jetzt wieder nach Österreich zurückzukehren", protestiert. (49) Am 25. November 1947 konnte man in der "Austria" lesen, dass Minister Felix Hurdes "unseren Landsleuten im Auslande" für ihre Hilfe danke und anerkenne, "wie sie, die in der Ferne während eines unbarmherzigen Krieges in unentwegter Gläubigkeit die Fahne hochhielten, die wir hier nicht mehr zeigen konnten, die tiefste Treue [...] bewiesen. Wir wollen und können auf einen solchen Schatz nicht verzichten; ihn immer mehr zu nützen, wird unsere Aufgabe sein, in der Dank für gehaltene Treue und Bitte um Treue auch fernerhin sich harmonisch verbinden." (50) Die "Austro American Tribune" publizierte zur Frage der Rückkehr viele Meldungen, Artikel und Leserbriefe, darunter bereits im Juli 1943 einen Beitrag Ludwig Ullmanns unter dem Titel "Gehen Sie zurück?" (51) Die "Austro American Tribune" berichtete gelegentlich über die Rückberufung einzelner Personen, im März 1946 über die "Rückberufung aller exilierten österreichischen Wissenschaftler und Professoren durch das Unterrichtsministerium". (52) In der gleichen Nummer zitierte die "Austro American Tribune" aus dem "Neuen Österreich" u. a. den Vorschlag, ein Amt für Repatriierung zu errichten. (53) Die besonderen Verdienste des Wiener Stadtrates für Kultur und Volksbildung Viktor Matejka bezüglich der Rückholung von Künstlern und Wissenschaftlern in den ersten Nachkriegsjahren sollen nicht geschmälert werden, und auf das "briefliche Bombardement", (54) das Matejka in dieser Angelegenheit entzündete, wird noch zurückzukommen sein. Warum dessen Aufruf "An die österreichischen Künstler und Wissenschaftler in den USA" vom 10. Oktober 1945, abgedruckt in der "Austro American Tribune" vom November 1945 sowie in "Nueva Austria" (Buenos Aires) vom Jänner 1946, wiederholt als Aufforderung zur Rückkehr interpretiert wurde, ist jedoch unklar. (55) Das Wort "Rückkehr" kommt in Matejkas Aufruf [siehe Dok. 10] auch gar nicht vor, wohl aber in zwei Überschriften, die auf der gleichen Seite der "Austro American Tribune" stehen: in Friedrich Bergammers Gedicht "Die Rückkehr" ebenso wie in Berthold Viertels Beitrag "Rückkehr nach Europa?" (56) [Siehe Dok. 12] Viertel, der nach einem Zwischenaufenthalt in England 1948 die Direktion des Wiener Burgtheaters übernahm und "trotz der im Vergleich zu anderen Emigranten günstigen Arbeitsmöglichkeiten zahlreichen Behinderungen und Anfeindungen ausgesetzt" war, (57) hatte im November 1945 bedauert, dass der Ruf zur Rückkehr nach Italien, Deutschland und Österreich bislang nur an "geistige Repräsentanten im Exil" statt "an alle durch das Dritte Reich Entrechteten, Beraubten, an alle verbannten und geflüchteten Juden ergangen" sei. (58) Viertel zeigte sowohl für die Entscheidung zum Verbleib als auch für jene zur Rückkehr Verständnis, betonte aber, dass jedenfalls die Möglichkeit zur freien Gewissensentscheidung gewährleistet sein müsse: "Nur Freiwillige nach Europa! Tüchtige, Brauchbare, an Wissen und Erfahrung Reiche, für die sich gründenden Demokratien Unentbehrliche: es fehlt nicht an ihnen, ihnen fehlt nur die Reiseerlaubnis, die Reisemöglichkeit." (59) Viktor Matejka hatte in seinem Aufruf vom Oktober 1945 u. a. den Mangel an "zeitgemäßem Lehr- und Lesematerial" beklagt. (60) Robert Rie veröffentlichte in der "Austro American Tribune" vom September 1946 - ohne Bezugnahme auf Matejka - einen "Offenen Brief aus der Emigration" an den österreichischen Bundeskanzler und konstatierte: "Hilfe nach Österreich, Herr Bundeskanzler, wird freigiebig verlangt. Wie steht es mit Hilfe 'aus' Österreich? [...] Nicht um Lebensmittelpakete sollen uns unsere alten Landsleute bitten, sondern um unsere Rückkehr, nicht die Adressen sollen uns bekannt gegeben werden, durch welche wir Liebesgaben nach Österreich schicken können, sondern die Gesetze, durch die die Bundesregierung den uns angetanen Schaden gutzumachen gedenkt. (61) [Siehe Dok. 35] Der Leser Dr. S. Warenreich unterstrich und ergänzte Ries Ausführungen, indem er Österreich einen Plan der polnischen Regierung zur Nachahmung empfahl. Polen beabsichtigte einen Regierungskommissar dafür einzusetzen, Juden "jede mögliche Hilfe zu gewähren, um von vorne beginnen und sich in das wirtschaftliche Leben des Landes wieder einordnen zu können. (62) [Siehe Dok. 36] Hans Albert Walter widerspricht der verbreiteten Ansicht, dass es an Rückkehraufforderungen gefehlt habe, und verweist auf das Beispiel Franz Werfels, der vom Österreichischen Verband demokratischer Schriftsteller und Journalisten Mitte Juli 1945 zur Rückkehr nach Wien eingeladen worden sei. (63) Ein Präsident dieser Vereinigung, der Wiener Kulturredakteur Erwin Rollett, forderte u. a. Alfred Polgar zur Rückkehr auf. (64) Außer den bereits erwähnten Fällen wurde beispielsweise Walter Firner 1945 von Bürgermeister Körner "eingeladen, sich für den Wiederaufbau des Theaterwesens in seiner Vaterstadt Wien zur Verfügung zu stellen". (65) Der Musiker Hanns Eisler wurde von namhaften Berufskollegen um seine Rückkehr ersucht, (66) dem Nobelpreisträger Viktor F. Hess von Unterrichtsminister Hurdes die ordentliche Lehrkanzel für Physik an der Innsbrucker Universität angeboten. (67) Emma Plank wurde vom Jugendamt der Stadt Wien eine Stelle offeriert. (68) Bei Herman Mark haben ein Dekan der Wiener Universität und der spätere Präsident der Industriellenvereinigung Hans Igler angefragt. (69) Erwin Scharf und Rosa Jochmann setzten sich für etliche Emigranten ein. (70) Manche von ihnen, wie Richard Berczeller oder Otto Preminger, konnten sich allerdings trotz Aufforderung nicht oder, wie Martin Ackermann, erst sehr spät zur Rückkehr entschließen. Die führenden österreichischen Kommunisten in den USA folgten der Rückkehraufforderung ihrer Partei. (71) Der auch im Exil erfolgreiche Künstler Karl Farkas fühlte sich von Bürgermeister Körner, Kulturstadtrat Matejka und von seinem Schauspieler-Kollegen Willi Forst zur Rückkehr nach Wien eingeladen. (72) Auch Robert Stolz reagierte auf den von Willi Forst in der Zeitschrift "Film" verlautbarten Ruf "nach Österreich". (73) [Siehe Dok. 27] Es ist also vorgekommen, dass Emigranten von Einzelpersonen, einzelnen Organisationen und Parteien zurückgeholt wurden. Die Art und Weise, wie Viktor Matejka als Stadtrat für Kultur und Volksbildung in unzähligen Briefen insbesondere Künstler und Wissenschaftler zur Rückkehr einlud, ist aber einmalig geblieben, obwohl Matejka etliche Bundes- sowie Landesregierungen und die politischen Parteien zur Nachahmung aufforderte. (74) In seiner umfangreichen Korrespondenz der Jahre 1945 bis 1949 bemühte sich Matejka gleichermaßen intensiv um die Zusendung von Lebensmitteln, Geldspenden, Kleidern, Büchern etc. und um die Rückkehr bedeutender Exilösterreicher. Friedrich Heydenau dankte Matejka "für Ihre Einladung, nach Hause zu kommen, die mich überaus freute und bewegte". (75) Otto Kreilisheim ersuchte ihn um eine offizielle Einladung durch Unterrichtsministerium oder Stadtschulrat, weil derartige Anforderungen damals die Rückkehr beschleunigen konnten, und erwähnte seine Mitarbeit "am hiesigen Hilfswerk für Österreich [...] sowie an der Aktion 'Bücher für Österreich'." (76) Siegfried Weyr nahm bei der Rückkehr ebenfalls Matejkas Hilfe in Anspruch und begründete seinen Entschluss mit dem Hinweis, dass "ein unbedingter Antifaschist und integraler Österreicher nur in der Heimat ein sinnvolles Leben von höherem Wert leben" könne, sowie damit, dass er "in der Heimat eine Informationsquelle und Verbindung mit der angelsächsischen Welt" zu sein beabsichtige. (77) [Siehe Dok. 28] Auch Eduard März und insbesondere Theodor Allesch-Alescha erinnerten sich dankbar an die hilfreiche Rolle, die Viktor Matejka bei ihrer Rückholung gespielt hatte. (78) Dass vertriebene Österreicher gelegentlich in Zusammenarbeit mit der Israelitischen Kultusgemeinde und dem Jewish Welcome Service im Rahmen des "Hofrat Dr. Anton Pick-Fonds", im Rahmen von Tagungen oder Schulveranstaltungen bzw. einmal jährlich vom Auslandsösterreicherwerk zu einer Woche "Wiedersehen mit Österreich" eingeladen wurden, ist zu erwähnen, betrifft aber - ebenso wie die Vergabe von Auszeichnungen - nur eine kleine Zahl der Betroffenen. 2. Unterbliebene Heimkehr Unter den Beispielen für die mehrheitlich unterbliebene Heimkehr aus den USA gibt es Menschen, die an der Emigration zugrunde gegangen sind, eine weitere Minderheit, die das Exil, trotz des Traumas des Vertriebenwordenseins, als "die" Chance des Lebens begriff, und die Mehrheit derer, die irgendwie zurechtgekommen sind. Viele haben sich aus eigenem Antrieb zu Wien-Besuchen entschlossen, andere wollten oder konnten auch das nicht tun. Friedrich Bergammer löste das Problem der nicht vollzogenen Rückkehr in seinem Gedicht "Rot-Weiß-Rot" auf eine originelle Weise. (79) Der Schriftsteller und Psychologe Alfred Farau bezeichnete Emigration zwar als "ein Lebensschicksal, das niemand verwinden kann", meinte aber auch, dass es helfen würde, an den Ort zurückzukehren, von dem man vertrieben wurde, und dann von dort freiwillig wieder wegzugehen. (80) Dieses Rezept dürfte sich bei ihm selbst, Edmund Schechter und manch anderem Schicksalsgenossen ganz gut bewährt haben. Eine wirkliche Heimkehr war die Rückkehr in solchen Fällen aber nicht. (81) Franzi Ascher-Nash war nicht bereit, Wien noch einmal aufzusuchen, nicht einmal als für ihren Vater erst eine Profil-Plakette aus Bronze über dem Haus, in dem er gewohnt hatte, später eine Bronzebüste im Theater an der Wien enthüllt wurde. Emst Waldinger hat zwar 1958 Wien besucht und einen Preis entgegengenommen, was er dabei erlebte, bewog ihn allerdings zu der Äußerung: "In Wien kann unsereins nur leben, wenn er mit Scheuklappen herumgeht." (82) Von Helene Bauer, Roda Roda und Franz Werfel wurden die sterblichen Überreste nach Wien geholt, im Falle des Letzteren allerdings gegen dessen bei Lebzeiten erklärten Willen. (83) Die Mehrheit der österreichischen Emigranten in den USA, vor allem der überwiegende Teil der großen Masse unpolitischer Emigranten, blieb in den USA, und zwar aus mehreren Gründen: weil man nicht Kinder, die ohnehin keine Bindung zu Österreich hatten, entwurzeln, nicht mühsam erworbene berufliche Positionen und Freunde aufgeben wollte oder zu alt war, nochmals eine neue Existenz aufzubauen;
In den Ruf einer Judenpartei wollte auch die SPÖ nicht kommen, und Helene Wastl wusste, warum sie 1943 schrieb: "No government after the War in Austria, no matter how liberal, can afford to re-import these Jews into leading positions." (84) Als österreichische Emigranten in amerikanischen Uniformen nach Österreich kamen, wirkten sie auf manche als Bestätigung der Goebbelsschen Propaganda vom "vaterlandslosen Gesellen" und "Landesverräter". Auch andere Vorurteile als das antisemitische bestimmten von Anfang an die Begegnungen zwischen Emigranten und im Land Gebliebenen: "Die Österreicher glauben, dass wir hier [in Amerika] alle im Schlaraffenland leben. [...] Allerdings liegt die gleiche Verständnislosigkeit auf unserer Seite vor, wenn uns insbesondere die Wiener von dem berichten, was sie erleben mussten. [...] Es scheint eben in der menschlichen Natur zu liegen, dass jeder nur das empfindet, was er selbst erlebt hat." (85) Nach dem Krieg entwickelten österreichische Emigranten in den USA äußerst umfangreiche Hilfstätigkeiten für die alte Heimat. Sowohl mittels Organisationen als auch in Einzelinitiativen wurden riesige Mengen an Lebenmitteln und anderen Hilfsgütern aufgebracht. Stellvertretend für viele andere sei hier die Hilfstätigkeit der Associated Austrian Relief, die der Buttingers sowie jene der Trapp-Familie genannt. (86) Institutionen wie das Austrian Institute oder die Austro-American Association of Boston haben unter maßgeblicher Mitwirkung von "38ern" wie Alfred Farau, Irene Harand und Harry Zohn seit 1945 wesentlich zur Völkerverständigung zwischen Österreich und den USA beigetragen, für wertvolle Kontakte auf kulturellem, wissenschaftlichem, politischem und wirtschaftlichem Gebiet Sorge getragen. Dass österreichische Emigranten in den USA ihre Kenntnisse, Erfahrungen und internationalen Verbindungen mit Erfolg dem neuen Österreich zur Verfügung stellten, führte u. a. dazu, dass Österreich zu den damals lebenswichtigen UNRRA-Lieferungen zugelassen wurde, und dazu, dass die Österreichische Nationalbank einen Teil der ihr von den deutschen Besatzern 1938 gestohlenen Goldbestände zurückerhielt. (87) Wenn Robert Breuer in den USA jahrzehntelang über kulturelle Ereignisse in Österreich publizierte und Henry A. Grunwald Ende der achtziger Jahre als amerikanischer Botschafter in Österreich akkreditiert war, so sind auch das zwei Beispiele für die Förderung des gegenseitigen Verstehens und der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern durch Österreicher, die in die USA emigrierten. Nichts kann jedoch über die Tatsache hinwegtäuschen, dass die Österreicher und Österreicherinnen, die vor den Nationalsozialisten in die USA flüchteten und nicht zurückkamen, für Österreich einen ungeheuren Verlust an menschlichem, geistigem, kulturellem und wissenschaftlichem Potential bedeuten. Exilösterreicher haben in den USA einen nachhaltigen Einfluss auf den Film, die Musik, die Architektur, die Modeschöpfung, die Biochemie, die Atomphysik, die Werbepsychologie und das Hochschulwesen ausgeübt. In Österreich fehlen sie. Anmerkungen 1) Vgl. Peter Eppel, Bemerkungen zur Frage der Rückkehr österreichischer Emigranten aus den USA, in: Johann Holzner/Sigurd Paul Scheichl/Wolfgang Wiesmüller (Hrsg.), Eine schwierige Heimkehr. Österreichische Literatur im Exil 1938-1945 (Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft, Germanistische Reihe, Bd. 40), Innsbruck 1991, S. 112; Friedrich Stadler (Hrsg.), Vertriebene Vernunft II. Emigration und Exil österreichischer Wissenschaft, Wien-München 1988, S. 28. « zurück 2) Siehe Dok. 32. « zurück 3) Vgl. Dok. 33; Ernst Lothar, Der Regenbogen oder: Österreich wird frei, in: Österreichischer Buchklub der Jugend (Hrsg.), Die Barke. Lehrer-Jahrbuch 1984, Horn 1984, S. 137 ff.; Harry Zohn, "... ich bin ein Sohn der deutschen Sprache nur ..." Jüdisches Erbe in der österreichischen Literatur. Darstellungen und Dokumentation, Wien-München 1986, S. 166 f.; Adrienne Gessner, Ich möchte gern was Gutes sagen ... Erinnerungen, Wien-München 1985, S. 164 ff. « zurück 4) Vgl. Franz Stoß, Man ging wieder ins Theater, in: Franz Danimann/Hugo Pepper (Hrsg.), Österreich im April 45. Die ersten Schritte der Zweiten Republik, Wien-München-Zürich 1985, S. 240; Wilhelm Schlag, A Survey of Austrian Emigration to the United States, in: Otto Hietsch (Hrsg.), Österreich und die angelsächsische Welt. Kulturbegegnungen und Vergleiche, Bd. 1, Wien-Stuttgart 1961, S. 191. « zurück 5) Dok. 33. « zurück 6) Gessner, a. a. O., S. 164. « zurück 7) Ebenda, S. 181. « zurück 8) Hans Heinz Hahnl, Österreichische Literatur nach und seit 1945, in: Bücherschau, Heft 88, Juli bis September 1985, S. 5. « zurück 9) Friedrich Torberg, Kaffeehaus war überall. Briefwechsel mit Käuzen und Originalen, hrsg. von David Axmann/Marietta Torberg, München-Wien 1982, S. 110. « zurück 10) Ebenda, S. 114. « zurück 11) Mimi Grossberg, Geschichte im Gedicht. Das politische Gedicht der austro-amerikanischen Exilautoren des Schicksalsjahres 1938, New York 1982, S. 84 (DÖW Bibliothek 10.554). « zurück 12) Elisabeth Freundlich, Abschied und Wiederkehr, in: Jochen Jung (Hrsg.), Vom Reich zu Österreich. Kriegsende und Nachkriegszeit in Österreich erinnert von Augen- und Ohrenzeugen, Salzburg-Wien 1983, S. 75. Vgl. ebenda, S. 72 ff.; dies., "Flüchtlingsgespräche" aus heutiger Sicht, in: DÖW/Dst (Hrsg.), Österreicher im Exil 1934 bis 1945. Protokoll des Internationalen Symposiums zur Erforschung des österreichischen Exils von 1934 bis 1945, Wien 1977, S. 516 f. « zurück 13) Vgl. Dok. 41; Peter Eppel, Josef Luitpold Stern in Amerika (1940-1948), in: DÖW. Jahrbuch 1987, Wien 1987, S. 64; The Austrian Republic, April 1948, S. 6 (DÖW Bibliothek 3017/16). « zurück 14) Vgl. hier und im Folgenden Dok. 25, V/10; DÖW 15.060/31, 15.060/77, E 17.844, E 17.876; Der Freiheitskämpfer, Nr. 11/12, 1956, S. 5; Christian Fleck, Rückkehr unerwünscht. Der Weg der österreichischen Sozialforschung ins Exil, in Friedrich Stadler (Hrsg.), Vertriebene Vernunft I. Emigration und Exil österreichischer Wissenschaft 1930-1940, Wien-München 1987, S. 199. « zurück 15) Der Freiheitskämpfer, Nr. 11/12, 1956, S. 5. « zurück 16) Vgl. Dok. 5; Torberg, a. a. O., S. 105. « zurück 17) Vgl. Torberg, ebenda; telefonische Auskünfte Hubertus Czernins und Milan Dubrovic' vom 7. 6. 1988 an Peter Eppel. « zurück 18) Dok. 51. « zurück 19) Vgl. Dok. 46; Neue AZ, 9. 3. 1985, S. 15; Maria Sporrer/Herbert Steiner (Hrsg.), Erwin Scharf. Zeitzeuge, Wien-München-Zürich 1986, S. 68; Richard Berczeller, Otto Leichter, in: Norbert Leser/Richard Berczeller (Hrsg.), Als Zaungäste der Politik. Österreichische Zeitgeschichte in Konfrontationen, Wien-München 1977, S. 240 f. « zurück 20) Dok. 56. « zurück 21) Hermann Kesten (Hrsg.), Ich lebe nicht in der Bundesrepublik, München 1964, S. 71. Vgl. ebenda, S. 68 ff.; Robert C. Jespersen, Hans Habe, in: John M. Spalek/Joseph Strelka (Hrsg.), Deutsche Exilliteratur seit 1933, Bd. 1: Kalifornien, Bern-München 1976, S. 405 ff.; Dok. 6. « zurück 22) Vgl. Helmut F. Pfanner, Exile in New York. German and Austrian Writers after 1933, Detroit 1983, S. 160; Zohn, a. a. O., S. 169; Ulrich Weinzierl, Alfred Polgar. Eine Biographie, Wien-München 1985. « zurück 23) Ulrich Weinzierl, Österreichische Schriftsteller im Exil, in: Emmerich Tálos/Ernst Hanisch/Wolfgang Neugebauer (Hrsg.), NS-Herrschaft in Österreich 1938-1945 (Österreichische Texte zur Gesellschaftskritik, Bd. 36), Wien 1988, S. 574. « zurück 24) Dok. 59. « zurück 25) Siehe Bd. 1, Dok. III/114. « zurück 26) Siehe Bd. 1, Dok. III/111. « zurück 27) Vgl. Pfanner, a. a. O., S. 151; Schlag, a. a. O., S. 190 f. « zurück 28) Vgl. Dok. 23, 47, 49; Pfanner, a. a. O., S. 155 ff.; Spalek/Strelka, a. a. O., S. 54, 188 f. « zurück 29) NA, RG 226, Entry 100, Memorandum von John C. Hughes an William J. Donovan, 3. 11. 1944 (DÖW E 20.225). Vgl. Dok. 2. « zurück 30) NA, RG 226, Entry 100, Memorandum von Charles B. Friediger an Bjarne Braatoy, 30. 4. 1945 (DÖW E 20.225). Vgl. Austrian Labor News, 1. 11. 1945, S. 2 (DÖW Bibliothek 3058 A/2); Dok. 5. « zurück 31) Vgl. hier und im Folgenden Dok. 7, 8, 14, 18, 22, 26, 29, 33, 42, 53, 54, 68; The Austrian Republic, Jänner 1946, S. 7 (DÖW Bibliothek 3017/16); The New York Times, 9. 1. 1946; New York Staats-Zeitung und Herold, 11. 1. 1946, S. 3; Austria, 25. 5. 1947, S. 1 f. (DÖW Bibliothek 3020). « zurück 32) Vgl. Hartmut Mehringer/Werner Röder/Dieter Marc Schneider, "Zum Anteil ehemaliger Emigranten am politischen Leben der Bundesrepublik Deutschland, der Deutschen Demokratischen Republik und der Republik Österreich", in: Wolfgang Frühwald/ Wolfgang Schieder (Hrsg.), Leben im Exil. Probleme der Integration deutscher Flüchtlinge im Ausland 1933-1945, Hamburg 1981, S. 217. « zurück 33) NA, RG 59, Department of State, File FW 740.0019 Control (Austria)/7-1, Schreiben der Special Division War Problems, 28. 9. 1945 (DÖW E 20.220). Vgl. Dok. 8. « zurück 34) Vgl. Dok. 14-16; DÖW 15.948/35, 15.948/42, E 17.844, E 18.875; Torberg, a. a. O., S. 107. « zurück 35) DÖW Bibliothek 3059 C. « zurück 36) Dok. 13. « zurück 37) Dok. 24. « zurück 38) Dok. 39. « zurück 39) Dok. 16. « zurück 40) Dok. 24. « zurück 41) Dok. 11. « zurück 42) The Austrian Republic, Dezember 1946, S. 3 (DÖW Bibliothek 3017/16). « zurück 43) The Austrian Republic, September 1947, S. 1-3 (DÖW Bibliothek 3017/16). « zurück 44) Vgl. hier und im Folgenden Dok. 9, 13, 39, 42. « zurück 45) Austria, 15. 7. 1946, S. 2 (DÖW Bibliothek 3020). « zurück 46) Robert Knight (Hrsg.), "Ich bin dafür, die Sache in die Länge zu ziehen". Die Wortprotokolle der österreichischen Bundesregierung von 1945 bis 1952 über die Entschädigung der Juden, Frankfurt am Main 1988, S. 162. « zurück 47) Ebenda, S. 164 f. « zurück 48) Dok. 39. « zurück 49) New York Staats-Zeitung und Herold, 15. 1. 1946. Vgl. New York Staats-Zeitung und Herold, 13. 1. 1946. « zurück 50) Austria, 25. 12. 1947, S. 1 (DÖW Bibliothek 3020). Vgl. Dok. 40. « zurück 51) Dok. 1. Vgl. Dok. 10, 12, 17, 18, 22, 23, 26, 35-37, 45. « zurück 52) Dok. 21. « zurück 53) Siehe Dok. 22. « zurück 54) Dok. 61 « zurück 55) Vgl. Dok. 10, 17; Nueva Austria, Jänner 1946, S. 5; Mit der Ziehharmonika. Zeitschrift der Theodor Kramer Gesellschaft, Jg. 3, Nr. 3, September 1986, S. 1; Elisabeth Freundlich, "Als Lebende schwach, als Tote voll Stärke". Die drei Flüchtlingswellen aus Österreich, in: Wespennest, Nr. 52, 1983, S. 15. « zurück 56) Siehe Dok. 12. « zurück 57) Peter Roessler, Zur Theaterarbeit Berthold Viertels (1889-1953), in: Mit der Ziehharmonika, Jg. 2, Nr. 3, 1985, S. 8. « zurück 58) Dok. 12. « zurück 59) Ebenda. « zurück 60) Dok. 10. « zurück 61) Dok. 35. « zurück 62) Dok. 36. « zurück 63) Hans Albert Walter, "Als ich wiederkam, da - kam ich nicht wieder." Vorläufige Bemerkungen zu Rückkehr und Reintegration von Exilierten 1945-1949, in: Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung. Jahrbuch 1983/1, S. 28. « zurück 64) Vgl. Ulrich Wienzierl, Alfred Polgar - der Emigrant und die Heimat, in: Das jüdische Echo, Jg. 28, Nr. 1, September 1979; Klaus Amann, P.E. N. Politik - Emigration - Nationalsozialismus. Ein österreichischer Schriftstellerclub, Wien-Köln-Graz 1984, S. 82. « zurück 65) Archiv des Presseclubs Concordia, Mitglieder-Evidenz, Lebenslauf Walter Firners. Vgl. Dok. 30. « zurück 66) Siehe Dok. 45. « zurück 67) Siehe Dok. 37. « zurück 68) Siehe Dok. 44. « zurück 69) Siehe Dok. 66. « zurück 70) Vgl. hier und im Folgenden Dok. 11, 34, 41, 52, 58. « zurück 71) Siehe Dok. 63. « zurück 72) Vgl. Dok. 27, 31. « zurück 73) Dok. 27. Vgl. Film. Die Österreichische Illustrierte Zeitschrift, August 1946. « zurück 74) Vgl. Dok. 61; Viktor Matejka, Unverbesserlicher Judenknecht. Notizen zu meiner jüdischen Autobiographie, in: Das jüdische Echo, Jg. 27, Nr. 1, September 1987, S. 9 f.; ders., Widerstand ist alles. Notizen eines Unorthodoxen, Wien 1984, S. 190 ff.; DÖW 18.861/1-166. « zurück 75) Brief von Friedrich Heydenau an Viktor Matejka, 22. 2. 1947 (DÖW E 17.844). « zurück 76) Brief von Otto Kreilisheim an Viktor Matejka, 23. 4. 1946 (DÖW E 17.844). Vgl. Dok. 20. « zurück 77) Brief von Siegfried Weyr an Viktor Matejka, 22. 1. 1946 (DÖW E 17.844/2). Vgl. Dok. 28. « zurück 78) Siehe Dok. 49, 55. « zurück 79) Siehe Bd. 1, Dok. III/115. « zurück 80) Pfanner, a. a. O., S. 161. « zurück 81) Vgl. Dok. 7 und 14. « zurück 82) Karin Reinfrank-Clark, Nach dem Exil - Remigration oder endgültiger Abschied? Zum Problem der Heimkehr in der deutschsprachigen Lyrik der Verfolgten des Dritten Reiches, in: Uwe Faulhaber/Jerry Glenn u. a. (Hrsg.) Exile and Enlightenment. Studies in German and Comparative Literature in Honor of Guy Stern, Detroit 1987, S. 275. « zurück 83) Vgl. Samstag, Nr. 19, 7. 5. 1988, S. 5; Weinzierl, Österreichische Schriftsteller, a. a. O., S. 571. « zurück 84) NA. RG 208, Brief Helene Wastls an Cranston, 23. 6. 1943 (DÖW E 20.222). « zurück 85) Austria, 25. 9. 1949, S. 4 (DÖW Bibliothek 3020). « zurück 86) Vgl. Korrespondenz von Julius Deutsch mit anderen Mitarbeitern der Associated Austrian Relief (DÖW R 198/d); Korrespondenz Buttingers betreffend Care-Pakete (DÖW E 17.879); Maria Augusta Trapp, Vom Kloster zum Welterfolg, Wien 1952, S. 268 ff. « zurück 87) Vgl. Hans Thalberg, Enttäuschte Hoffnung, in: Illustrierte Neue Welt, Februar 1988, S. 10. « zurück « zurück |
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