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Erzählte Geschichte: Index Zentralstelle für jüdische Auswanderung Auf Initiative von Adolf Eichmann wurde im Sommer 1938 die "Zentralstelle für jüdische Auswanderung" in Wien (im beschlagnahmten Palais Rothschild, 4. Bezirk, Prinz Eugenstraße 22) errichtet, in der sämtliche mit der Auswanderung befassten Behörden konzentriert wurden. Die Israelitische Kultusgemeinde bzw. die wichtigsten zionistischen Organisationen wurden mit der Beschaffung der Devisen und Einreisevisa beauftragt. Zweck der "Zentralstelle" war es, die Vertreibung und Beraubung der österreichischen Jüdinnen und Juden in bürokratisch kontrollierte Bahnen zu lenken und so "effizient" wie möglich zu forcieren. Die zur Auswanderung gezwungenen österreichischen Juden durften neben persönlichen Habseligkeiten nur so viel Geld mitnehmen, wie sie zur Erlangung der Einreiseerlaubnis in das künftige Immigrationsland benötigten; der gesamte übrige Besitz fiel spätestens im November 1941 an das Deutsche Reich. Nach Beendigung der forcierten Auswanderung war die "Zentralstelle" - so wie die Gestapoleitstelle Wien - bis zu ihrer Auflösung im Frühjahr 1943 für die Organisation der Deportation der Jüdinnen und Juden aus Österreich zuständig. |
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