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Massaker im Zuchthaus Stein a. d. Donau, 6. April 1945

Im Zuge des Massakers vom 6. April 1945 im Zuchthaus Stein (NÖ) erschossen SS-Angehörige im Zuchthaus selbst an diesem Tag 229 Häftlinge sowie fünf Justizwachebeamte, darunter der Anstaltsleiter Regierungsrat Franz Kodré. Am 6. und 7. April wurden weitere Dutzende Häftlinge im Stadtgebiet von Krems und in der Umgebung ermordet, so in Paudorf-Hörfarth und in Panholz (Gemeinde Paudorf-Eggendorf) sowie in Statzendorf-Rottersdorf, weiters in Wolfenreith (Gemeinde Bergern im Dunkelsteinerwald), in Gedersdorf-Theiß und Hadersdorf/Kamp. Auf dem Friedhof von Hadersdorf wurden am 7. April 1945 61 flüchtige Häftlinge erschossen. Die Gesamtzahl der Opfer des "Steiner Massakers" ist bis heute nicht bekannt.

Gegen die Verantwortlichen des Massakers im Zuchthaus Stein - Leo Pilz, Alois Baumgartner, Anton Pomassl, Franz Heinisch und Eduard Ambrosch - fällte das Landesgericht Wien als Volksgericht am 30. August 1946 Todesurteile, die am 28. Februar 1947 bzw. am 8. März 1947 vollstreckt wurden.