Aus: Gedenken und Mahnen in Wien 1934-1945. Ergänzungen I, Wien 2001 (gekürzt)

1180. Haizingergasse 37
(Bundesgymnasium, Bundesrealgymnasium und Wirtschaftskundliches Bundesrealgymnasium Wien 18)

Gedenktafel (im Eingangsbereich)

1) Text:

Im Jahre 1938 wurden jüdische Schülerinnen
und Lehrer als Opfer nationalsozialistischen
Terrors aus diesem Haus vertrieben
Wehre den Anfängen

Stifter: Schulgemeinschaft

Die Enthüllungsfeier fand am 4. April 2001 statt.

Als Grundlage für die Errichtung der Gedenktafel in dieser ehemaligen Privatschule für Mädchen diente die im Februar 1999 von Ramon Pils vorgelegte Fachbereichsarbeit zum Thema: "Perpetuum mobile" - Das Gymnasium in der Haizingergasse 37, Wien 18. Die wechselvolle Geschichte von der Gründung als Privatschule 1921 bis zu ihrer Verstaatlichung 1938/39, unter besonderer Berücksichtigung von Schicksalen jüdischer Schülerinnen nach dem Anschluss.

Opfer des Holocaust wurden der israelitische Religionslehrer Dr. Philipp Goldberger (geb. 27. 1. 1869), deportiert am 3. Dezember 1941 nach Riga, und die Schülerinnen Edith Stern (geb. 20. 10. 1924), deportiert am 24. September 1942 nach Theresienstadt und von dort am 16. Mai 1944 nach Auschwitz, sowie Regine Strumberger (geb. 7. 12. 1924), deportiert am 14. Juni 1942 nach Sobibór.



Gedenktafel im Eingangsbereich des BG, BRG und Wirtschaftskundl. BRG Wien 18, Haizingergasse 37

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