Aus: Gedenken und Mahnen in Wien 1934-1945. Ergänzungen I, Wien 2001 (gekürzt)

1090. Glasergasse 25
Erich Fried-Realgymnasium

Zwei Gedenktafeln

1) Text:

Erich Fried
Realgymnasium
Zum Gedenken
an einen mutigen Menschen
1921-1988
Durch unbestechliches Engagement
versuchte der Schriftsteller Erich Fried
Toleranz, kritische Aufklärung
und soziale Gerechtigkeit
zu stärken.
Mit 17 Jahren musste er
1938 aus seiner Heimatstadt
Wien, vom Alsergrund
nach England fliehen.
In London entstanden die meisten seiner
international bekannt gewordenen Werke

Stifter: Die Schulgemeinde. Gestiftet von der Arge Bezirksmuseen unter der Präsidentschaft von Harry Glöckner.

Offizielle Benennung des Erich Fried-Realgymnasiums und Enthüllung der Gedenktafel (der Text wurde von Schülerinnen und Schülern gestaltet) anlässlich einer Veranstaltungswoche "In memoriam Erich Fried (1921 - 1988)" am 19. November 1998.

Ansprachen: Margarete Hirsch (Direktorin), Wilhelm Urbanek (Lehrer, beide Erich Fried-Realgymnasium), Karl Blüml (Landesschulinspektor), Viviane Wardell (Schulsprecherin), Elfriede Faber (Arbeitsgemeinschaft der Bezirksmuseen), Arne Birth (Erich Fried Schule Berlin) und der Schülervertreter Stochay der Erich Fried Schule Wuppertal.


2) Text:

Zum Gedenken an die
Gymnasiastinnen und Gymnasiasten
des RG IX. Die jüdischen und anderen
Schülerinnen und Schüler,
die in den Jahren der Nazi-Herrschaft
zwischen 1938 und 1945
vertrieben oder ermordet worden sind.

Enthüllung am 19. November 1998 durch den Präsidenten des Nationalrates Heinz Fischer.

Ansprachen: Margarete Hirsch (Direktorin), Volker Kaukoreit (Österreichisches Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek) und Heinz Fischer.



Im November 1998 wurde das Realgymnasium 9, Glasergasse 25, nach dem Schriftsteller Erich Fried benannt.

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