Gedenken und Mahnen 1934-1945, Ergänzungen I (Cover)
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.)

Herbert Exenberger, Heinz Arnberger

Gedenken und Mahnen in Wien 1934-1945
Gedenkstätten zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung
Ergänzungen I

Wien 2001, 99 Seiten
€ 3,-

Bestellformular

Ergänzungsband zu "Gedenken und Mahnen in Wien 1934-1945. Gedenkstätten zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung" (1998)

Beim Kauf beider Publikationen:
Sonderpreis: € 13,- (statt € 15,-)
Bestellformular (beide Publikationen)


Seit Erscheinen der Dokumentation "Gedenken und Mahnen in Wien 1934-1945. Gedenkstätten zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung" im Jahre 1998 hat sich die Denkmallandschaft Wiens wesentlich weiterentwickelt.

In diesem Zeitraum von etwas mehr als zwei Jahren wurde etwa der lange umstrittene und international Aufsehen erregende Gedenkkomplex Judenplatz, an dessen Gestaltung auch das DÖW beteiligt war, fertig gestellt. Das von Rachel Whiteread entworfene Mahnmal wurde im Oktober 2000 feierlich enthüllt. Im gleichzeitig neu eröffneten Museum Judenplatz, einer Außenstelle des Jüdischen Museums Wien, werden die bisherigen Ergebnisse des DÖW-Projekts "Namentliche Erfassung der österreichischen Holocaustopfer" - eine Datenbank mit rund 61.000 Einträgen als Teil einer Multimedia-Dokumentation über die Shoah der österreichischen Jüdinnen und Juden - ebenso wie archäologische Funde und eine Ausstellung über das jüdische Leben im Mittelalter präsentiert.

Weniger im Licht der Öffentlichkeit, aber im Hinblick auf Engagement und Verantwortungsbewusstsein von Jugendlichen äußerst erfreulich sind die zahlreichen Schulprojekte, in deren Rahmen Schülerinnen und Schüler die NS-Periode ihrer Schule erforschten; in mehreren Wiener Schulen - beispielsweise im Lise Meitner Realgymnasium, Schottenbastei 7-9 (Wien-Innere Stadt) und im Bundesgymnasium 19, Gymnasiumstraße 83 (Wien-Döbling) - erinnern Gedenktafeln an die nach dem "Anschluss" 1938 vertriebenen ehemaligen jüdischen SchülerInnen.

Überhaupt ist ein verstärktes Bemühen von Schulgemeinschaften, Klassen, Schülerinnen und Schülern zu verzeichnen, die sich Ratschläge, Informationen, Daten über Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und anderes aus den Sammlungen des DÖW besorgen. Bereits jetzt liegen bemerkenswerte Fachbereichs- und Projektarbeiten vor.

Nicht zuletzt als Hilfe und Anregung für weitere Projekte soll der nun vorliegende Ergänzungsband dienen, in dem in erster Linie neue Erinnerungszeichen in Wien aus den Jahren 1998 bis Ende 2000/Anfang 2001 erfasst sind.


« zurück