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Martin Dietzsch/Anton Maegerle Rechtsextreme deutsche Homepages
Genauso wie in der Nutzung von Mailboxen waren die US-Neonazis den deutschen Rechtsextremisten auch im Internet um Jahre voraus. Zunächst konzentrierten sich die Aktivitäten auf das UseNet. Das ist derjenige Teil des Internets, der den Diskussionsforen in Mailboxnetzen am nächsten kommt. Inzwischen sind Foren des UseNet auch über zahlreiche Mailboxen zu beziehen und umgekehrt die meisten freien Mailboxnetze über das Internet - die Grenzen zwischen den Netzen verschwimmen. Schon früh erkannten US-Neonazis diese Diskussionsforen als neues Propagandafeld. Und da neue Foren je nach Bedarf eingerichtet werden, gibt es unter den insgesamt ca. 15.000 verschiedenen Themen im UseNet auch Foren wie "White Power" oder "Revisionism" (Holocaustleugnung). Lange Zeit war ein Mann namens Milton Kleim einer der
führenden Aktivisten auf diesem Gebiet. Er überschwemmte
regelmäßig hunderte von Diskussionsforen mit seiner
"Einführung in den Nationalsozialismus". Kleim war Aktivist der
National Alliance, der größten offen
hitleristischen Organisation in den USA, die ihre Propaganda vor
allem durch Rundfunksendungen verbreitet. 1995 verfaßte Kleim
die Anleitung "Über Strategie und Taktik für das UseNet",
die zunächst intern bleiben sollte, dann aber schnell an die
Öffentlichkeit geriet. Er forderte gleichgesinnte Neonazis auf,
aus ihren Nischen auszubrechen und als "Cyber-Guerillas" im UseNet zu
agieren. Dabei solle man die Propaganda auf das jeweilige Forum
zuschneiden, man solle z. B. in einem Forum, in dem es um
Ernährung geht, gegen koschere Lebensmittel polemisieren. Die
offene Ansprache des Themas "Rasse" solle aber aus taktischen
Gründen so weit wie möglich vermieden werden. Auf
Diskussionen mit politischen Gegnern solle man sich nicht einlassen,
den "Sophistereien" des Feindes fühlt man sich anscheinend nicht
gewachsen. Stattdessen solle man nach dem Prinzip "zuschlagen und
wegtauchen" agieren und dieselben Themen immer und immer wiederholen.
Wenn möglich solle man mit mehreren Personen koordiniert
vorgehen und sich gegenseitig die Bälle zuspielen. Falls auf
solche Provokationen sympathisierende Antworten von Unbekannten
kämen, solle man sie sofort per e-mail kontaktieren und
versuchen, sie in die Arbeit einzubinden. Zielgruppe seien
diejenigen, die sowieso genauso denken wie man selbst, die aber
bisher noch keinen Kontakt zu Organisationen hatten. Seit Anfang 1995 nutzen immer mehr rechtsextreme Gruppen in den
USA die Möglichkeit, ihre Propaganda durch eine Homepage im
World Wide Web (WWW) zu verbreiten. Diese Publikationsform kommt der
einer Zeitung am nächsten. Relativ einfach ist auch eine
Verwendung von Graphiken und Fotos, in jüngster Zeit sogar auch
von Multimedia-Elementen wie Sound und Video. Auf diesem Wege
läßt sich schnell und relativ preiswert ein potentielles
Millionenpublikum rund um die Welt erreichen.(1) Einer engeren direkten Zusammenarbeit zwischen deutschen und US-Neonazis scheint neben mangelnden Sprachkenntnissen insbesondere eine weitverbreitete Anglophobie entgegenzustehen. So trifft man auf rechtsextremen Webseiten und in einschlägigen Zeitschriften immer wieder auf die Sprachschöpfung "Internetz" als krampfhaftem Versuch einer Germanisierung. Dann sollte man aber doch bitte gleich soweit gehen wie der rechtsextreme Bund für deutsche Schrift und Sprache, der allen Ernstes folgende neue Begriffe vorschlägt, die "für die mehreren Millionen deutschsprachiger Benutzer ungleich verständlicher und damit anwenderfreundlicher" seien: "statt login - Einklink Trotz aller antiamerikanischen Affekte vollziehen die hiesigen
Rechtsextremisten die Entwicklung in den USA mit zeitlicher
Verzögerung nach. "Deine Beiträge in den 'linken' Boxen finde ich andererseits ganz lustig. Dazu kann ich Dich auch mal loben: Allein über die Art Deiner Beiträge schaffst Du sie! Auf ernsthafte (linke) Sachen kommt nur eine Wiederholung in Frageform und etwas Provozierendes. Ich glaube, daß da fast jeder bei Deiner Dickfälligkeit irgendwann aufgibt! Folglich habt ihr - in Verbindung mit anderen Peunts von uns - jetzt die sog. 'Lufthoheit' - mein Kompliment dafür! Aber gegen diese Art und Weise habe ich was im Thule!" Von der Homepage zur eigenen Domain Ab dem Frühjahr 1996 ermöglichten es die großen
kommerziellen Internetprovider in der Bundesrepublik ihren Kunden,
private Homepages im World Wide Web (WWW) zu erstellen. Als erste
rechtsextreme Gruppe nahm auch hier wieder die NPD die Gelegenheit
wahr. Ernst Ellert eröffnete für die NPD Augsburg die
WWW-Seite Der Aufbruch. "Der Aufbruch ist ein
Internet-Rundbrief von Anhängern der Nationaldemokratischen
Partei Deutschlands (NPD) und der Jungen Nationaldemokraten (JN) in
Augsburg. Unsere Absicht ist es, Kontakte zu Gleichgesinnten
herzustellen und die politische Meinungsbildung im nationalen Lager
voranzubringen. Insbesondere möchten wir die Verbände der
NPD und JN dazu anregen, selbst im Internet zu publizieren." In der
Ausgabe 5/1996 des NPD-Organs Deutsche Stimme wurden diese
Aktivitäten parteiamtlich abgesegnet - Schlagzeile: "NPD im
Internet - Bonn kommt das Grausen". Doch zunächst seien einmal kurz die verschiedenen Arten des Zugangs zum WWW erläutert: - Homepage über einen der großen kommerziellen Provider
CompuServe, AOL/Bertelsmann oder t-online - Homepage über einen freien Server im Ausland - Eigene Domain über einen Provider im Inland - Eigene Domain über einen Provider im Ausland - Eigener Rechner mit Direktleitung Deutsche Rechtsextremisten im World Wide Web (3) NPD-Bundesverband Die NPD will selbst als Internet-Provider auftreten, indem sie versucht, Rechnerplatz unterzuvermieten, allerdings bisher mit wenig Erfolg. Links u. a. zu: Thule-Netz, Bund Freier Bürger, Bund für Gesamtdeutschland, Mechtersheimer, Artgemeinschaft, Perspektive, Junge Freiheit, Abendland, Rennicke, FPÖ. Mehrere Landes- und Kreisverbände der NPD haben ihre vormals eigenständigen Seiten inzwischen auf den Server der NPD verlegt, z. B. NRW, Köln und Dresden. Trotzdem gibt es eine ganze Reihe von anderen NPD-Seiten, die via Hyperlink von der NPD-Domain aus erreichbar sind.
Propaganda der Augsburger NPD und JN. Anleitungen zur Nutzung von Internet und Neuen Medien. Ausführliche Link-Liste, u. a. mit: Thule-Netz, Elias BBS, Europakreuz, Perspektive, Abendland, Die Nationalen, San Casciano, Mechtersheimer.
Aufsätze von NPD-Bundesvorstandsmitglied Krauss. Propaganda des Landesverbands Hessen. Links u. a. zu: Abendland, Elias BBS, Thule-Netz, Konservativer Gesprächskreis Hannover, Rennicke.
Artikel aus der Partei-Zeitschrift Südwest-Stimme und Kommentare des JN-Landesvorsitzenden Michael Wendland (Gitarrist der Skin-Band Noie Werte und Ex-Vorsitzender der neonazistischen Deutschen Sozialistischen Aktionsgemeinschaft).
Kreisvorsitzender der JN Bremen ist der langjährige militante Aktivist und ehemalige Landesvorsitzende der FAP Markus Privenau. Auszüge aus den Publikationen Bremer Kurier, Beinhart, Der Wikinger, Einheit & Kampf. Kommentare des 1992 verstorbenen NPD-Landesvorsitzenden Karl-Heinz Vorsatz ("Briefe für eine neue Ordnung"). Links zu: Widerstand, Rennicke, Abendland, Thule-Netz
Thule-Netz Die Thule-Webseiten gehören zu den umfangreichsten und in der Gestaltung professionellsten aus der Neonazi-Szene. Sie werden regelmäßig erweitert. Neben Werbung für das Thule-Netz findet man dort eine Sammlung von fast 400 Artikeln, z. B. ein Aufruf von Thomas Brehl und Frank Hübner für die Nationale Initiative Freiheit für Gottfried Küssel; ein Boykottaufruf gegen Zigaretten des Reemtsma-Konzerns; eine umfangreiche Adressenliste politischer Gegner "Die Anti-Faschisten - Organisationen gegen Deutschland"; zahlreiche Artikel zur Geschichtsrevision ("General Otto Ernst Remer - Vorkämpfer der deutsch-russischen Freundschaft. Am 20. Juli 1944 schlug General Otto Ernst Remer den Putsch gegen Reichskanzler Adolf Hitler nieder."); Artikel aus den Staatsbriefen und aus Steffen Hupkas Umbruch. Durch die Berufung auf das Thule-Seminar und die französische "Neue" Rechte versucht das Thule-Netz, sich einen pseudointellektuellen Anstrich zu geben. Dabei scheinen die Autoren die Entwicklung der letzten zehn Jahre verschlafen zu haben. Sie berufen sich auf inzwischen verfeindete Exponenten der "Neuen" Rechten und auf Guillaume Faye, der sich längst zurückgezogen hat. Auch die Vorlage der Werbung für das Thule-Seminar von Pierre Krebs ist offensichtlich schon etliche Jahre alt. Sie enthält z. B. die veralteten Kontaktadressen der Europäischen Synergien, ohne die deutsche Sektion zu erwähnen und ohne zur Kenntnis zu nehmen, daß dieser Flügel inzwischen mit de Benoist zerstritten ist. Dennoch sind diese Seiten vermutlich mit Pierre Krebs abgesprochen. In seinem neuesten Buch "Im Kampf um das Wesen" wird für das Thule-Netz geworben. Seit Mai 1997 erscheint außerdem auf elektronischem Wege das Infoblatt für Freunde und Förderer des Thule-Seminars, Thule-Briefe. Im Gegensatz zu der seit vielen Jahren immer wieder angekündigten und nicht erschienenen Zeitschrift Elemente soll dieser Rundbrief regelmäßig alle acht Wochen erscheinen. Verantwortlich ist der Betreiber der Widerstand BBS Thomas Hetzer aus Erlangen. Pierre Krebs, der sich seit Jahren im Umfeld der Militanten und der NPD als Referent betätigt, versucht offenbar auf diesem Wege, seinen Kleinst-Verein aufzuwerten. Innerhalb der europäischen "Neuen" Rechten spielt er kaum eine Rolle. Ähnlich wie die NPD versucht das Thule-Netz, Seiten unterzuvermieten. Darauf ging aber bisher nur der kürzlich verstorbene Thule- und JN-Aktivist Michael Prümmer mit seinem Versandgeschäft ein. Über den Server www.Lpage.com bietet das Thule-Netz ein Gästebuch an. Die Link-Liste des Thule-Netzes ist sehr umfangreich, dort findet man u. a.: Bund Freier Bürger, Bund für Gesamtdeutschland, NPD, REP, FPÖ, Mechtersheimer, Konservativer Gesprächskreis Karlsruhe, Elias BBS, Abendland, Die Nationalen, Artgemeinschaft, MGM-Versand, Ostara, Perspektive, Rock Nord, Junge Freiheit, VGP, Rennicke.
Artikel aus dem Thule- und der Abspaltung Nordland-Netz. Informationen zur Spaltung und über die Asgard BBS von Thekla Kosche. Artikel von Horst Zaborowski, dem Vorsitzenden des Bundes für Gesamtdeutschland. Eine Zeitlang bot Jost auch das Buch "Evolution und Wissens - Neuordnung der Politik" des Österreichers Herbert Schweiger (ein Versuch, die NS-Ideologie auf die Gegenwart zu übertragen) im Volltext zum Download an. Jürgen Jost steht in Verbindung zu Frank Swoboda. Links u. a. zu: NPD, REP, Bund Freier Bürger, Bund für Gesamtdeutschland, FPÖ, Ostara, Die Nationalen, Thule-Netz, Rennicke, Artgemeinschaft, Leserland Nord, Konservativer Gesprächskreis Hannover, Abendland, Junge Freiheit, Perspektive.
Das Abendland-Projekt ist Sprachrohr des Goertz-Flügels der militanten Szene. Dieser Flügel agierte zeitweise innerhalb der FAP, dann innerhalb der Jungen Nationaldemokraten und nach dem Ausschluß Anfang 1997 organisationsunabhängig. Zu diesem Lager zählen der NIZ-Verlag und die Infotelefone Hamburg, Schleswig-Holstein und Berlin. Es besteht eine enge Kooperation mit Thorsten Lemmer und seiner Zeitschrift Rock Nord. Auch wenn immer wieder gegen den "Hitlerismus" der Konkurrenz polemisiert wird, ist dieser Flügel weiterhin in das militante Spektrum fest eingebunden. "Dieses Projekt wird gefördert durch: Der NIZ-Verlag, Moderne Zeiten Vertrieb, Rock Nord". In einem "Gewinnspiel" wird nach dem Todestag von Albert Leo Schlageter gefragt. Ein großes Echo scheint dieses Gewinnspiel nicht gefunden zu haben. Es trägt den Einsendeschluß 31. 3. 1997 und wurde zumindest bis August nicht erneuert. Unter der Rubrik "Aktuelle Informationen" ist die schriftliche Fassung der Ansagen des Nationalen Infotelefons Hamburg abzurufen, die zweimal wöchentlich erneuert werden. Sie kommentieren das Tagesgeschehen und mobilisieren zu zentralen Aktionen der Neonazi-Szene. Links u. a. zu: Thule-Netz, NPD, Leserland Nord, Ostara, Artgemeinschaft, Bund Freier Bürger, REP, Bund für Gesamtdeutschland, FPÖ, Konservativer Gesprächskreis Hannover, Rennicke, Mechtersheimer, Perspektive.
Der Versand Leserland Nord hat seine Seiten im Juni 1997 umbenannt in Widerstand. Ob eine Verwechslung mit der gleichnamigen Domain der Hitleristen-Fraktion beabsichtigt ist, bleibt offen. Leserland Nord zählt sich zum Goertz-Flügel. Das Buchangebot dominieren allerdings die verschwörungstheoretischen Pamphlete aus den Verlagen von Roland Bohlinger und Reprints von antisemitischen Machwerken aus den zwanziger und dreißiger Jahren. Links u. a. zu: Abendland, Mechtersheimer, Elias BBS, San Casciano, Jo Conrad (Verschwörungstheorien ähnlich wie in van Helsings "Geheimgesellschaften")
Die Nationalen haben sich in der letzten Zeit zu einer der größten offen neonazistischen Organisationen in der Bundesrepublik entwickelt. Auf ihrer Web-Seite geben sie die Kontaktadressen von 27 örtlichen Gruppierungen ausschließlich auf dem Gebiet der ehemaligen DDR und in Berlin an. Für den Bereich Ostharz ist Steffen Hupka Ansprechpartner, der zugleich Mitglied im Bundesvorstand der JN ist und vom NPD-Vorsitzenden Udo Voigt im März 1997 zum Landesbauftragten der NPD Sachsen-Anhalt ernannt wurde. Neben einer Rubrik mit Kurzmeldungen, in der z. B. zum Rudolf-Heß-Marsch mobilisiert wird, enthält die Webseite etwa 20 Artikel, die z. T. aus den Unabhängigen Nachrichten übernommen wurden. In dem Beitrag "Parlamentarismus und Führertum" wird in enger Anlehnung an Hitlers "Mein Kampf" ("Germanische Demokratie") die Ablehnung der parlamentarischen Demokratie begründet und die Errichtung eines Führerstaates gefordert. Links zu: Thule-Netz, Abendland, JN, REP, Elias BBS, Perspektive, Rennicke, Bund Freier Bürger
Örtliche Gliederung der Nationalen. Links u. a. zu: Die Nationalen, Thule-Netz, Ostara. Zusätzlich verweist ein Link direkt auf "Mein Kampf" auf der Ostara-Seite.
Perspektive erschien etwa seit November 1996 als
"Internet-Zeitschrift für volkstreue Menschen" über eine
Homepage bei CompuServe. Seit dem 1. 7. 1997 wichen die Betreiber mit
ihren Seiten in die USA aus. Sie beabsichtigen, neben
Perspektive dort auch die rechtsterroristische
Untergrundzeitschrift Freie Stimme zu publizieren, die von der
Sauerländer Aktionsfront quasi als bundesweites Organ der
sogenannten Autonomen Kameradschaften erstellt wird. Es gibt
eine Vielzahl von Indizien, daß der anonyme Herausgeberkreis
von Perspektive in der Tradition der verbotenen
neonazistischen Nationalen Liste aus Hamburg steht
(Vorsitzender bis zum Verbot: Thomas Wulff; Chefideologe: Christian
Worch). Links u. a. zu: Die Nationalen, Artgemeinschaft, Thule-Netz, Bund für Gesamtdeutschland, NPD, Rennicke, Bund Freier Bürger, Ostara, Abendland, Elias BBS
Werbeseite des neonazistischen "Liedermachers" und JN-Kaders Frank Rennicke. Selbstdarstellung und einige grausige Klangbeispiele zum Download.
Sammlung von Artikeln, die ins rechtsextreme Weltbild passen, z. B. die Spiegel-Titelstory "Gefährlich fremd - Das Scheitern der multikulturellen Gesellschaft" und ein Anti-Islam-Pamphlet der Christlichen Mitte.
Kritik erschien im Mai 1996 anonym als "Oppositionelles Online Magazin". "Wir wollen den Schneeball für die Lawine werfen, die am Ende die roten Machthaber überrollen wird. Das Internet gibt uns 89er Dissidenten die Chance, die Medienblockade zu durchbrechen und allen Andersdenkenden zu zeigen, daß sie nicht alleine stehen." Neben unflätigen Beschimpfungen und indirekten Morddrohungen bot Kritik Werbung für Junge Freiheit, Nation + Europa und für Roland Bubiks Buch "Wir '89er". Von dem Online-Magazin, das 14täglich, später sogar wöchentlich erscheinen sollte, gab es insgesamt nur zwei Folgen. Seit Juni 1996 wird immer wieder angekündigt, in Kürze erscheine die nächste Ausgabe. Als e-mail-Kontakt verwendet Kritik eine Adresse auf dem Rechner der Universität Bremen.
Die Germanensekte Artgemeinschaft und ihr Organ
Nordische Zeitung präsentieren sich auf diesen Seiten.
Die Artgemeinschaft gehört zu den Organisatoren der Hetendorfer
Tagungswoche, einem alljährlichen Treffen von Alt- und Neonazis
sowie Anhängern neuheidnischer Sekten. Verantwortlich zeichnet
der einschlägige Hamburger Rechtsanwalt Jürgen Rieger. Die
Schriftleitung hat Almut Gerke.
Auszüge aus der Vereinszeitschrift Deutschland - Schrift für Neue Ordnung. Schwerpunkte: Geschichtsrevision, Freiwirtschafts-Theorien. Links u.a. zu: NPD, Rennicke, Thule-Netz, Artgemeinschaft, Elias BBS, Die Nationalen
Beim BGD handelt es sich um eine rechtsextreme Sammlungsbewegung aus dem Vertriebenen-Milieu, die immer wieder neue Ableger gründet, zwischen denen sie dann wieder ein Bündnis schließt. Unter der Parole "Bündnis für Deutschland" ist die Teilnahme an der Bundestagswahl 1998 geplant. Auf der Webseite des BGD findet man Auszüge aus dem Vereinsblatt "Unsere Deutsche Heimat" und Berichte über die Fortschritte des Bündnisses. Der Vorsitzende des BGD, Horst Zaborowski aus Duisburg, ist auch
in den Foren des UseNets und im Thule-Netz bzw. im Nordland-Netz
aktiv. Europäisches F.O.R.U.M. vom EUROPAKREUZ Interviews mit einschlägigen Dark-Wave-Gruppen, Artikel über europäische faschistische Bewegungen, Kontakte zu kroatischen Rechtsextremisten. Auffällig ist vor allem der extreme Sozialdarwinismus und Rassismus bis hin zu Vernichtungsphantasien gegenüber der gesamten Menschheit. Gästebuch u. a. mit Eintrag von Ernst Ellert von der NPD: "Großartig! ... Das ist ja ganz hervorragend, was Ihr da gestaltet habt!" Links u. a. zu: FPÖ, Die Nationalen, Abendland, NPD, Konservativer Gesprächskreis Hannover, Rennicke, Rock Nord, Elias BBS, San Casciano, Junge Freiheit, Perspektive, Thule-Netz
Rock Nord ist eine zweimonatlich erscheinende Hochglanz-Zeitschrift mit dem Schwerpunkt Skin-Musik. Sie erscheint in Thorsten Lemmers Creative Zeiten Verlag und Vertrieb GmbH in Langenfeld. Chefredakteur ist Andreas Zehnsdorf. Internetgestaltung: SKULD - Netzdesign -
Versand von neuen und gebrauchten CDs aus der Neonazi-Skinhead-Szene. Beabsichtigt ist die Online-Publikation des W.A.R. szene zine. Es wird der u. a. für NPD-Aktionen gegen die Wehrmachtsausstellung geworben. Links u. a. zu: Rennicke
Projekt Apokalypse Now (PAN) Unter wechselnden Namen (Quelle der Weisheit, Mallona Association etc.) auftretende Sekte, deren Ideologie aus Sience Fiction und UFO-Literatur, Hohlwelt- und Neonazi-UFO Theorien zusammengeklaubt wurde. Sie ist extrem rassistisch und verherrlicht das NS-Regime. Aus Sicht der Sekte sind nur "Arier" Menschen, alle anderen sind "Reagenzglas-Mutanten", "Walk-Ins". Die Erde werde in Kürze die "Frequenzbarriere" durchqueren, wobei nur die "Arier" überleben. Die Sekte wird von Deutschen geleitet, die nach Australien ausgewandert sind. In der Bundesrepublik verfügt sie über Kontaktadressen in Emmelshausen, Hamburg, Velbert und Markt. Links u. a. zu: Ostara, Thule-Netz Endnoten: (1) Den von den Betreibern genannten Abrufzahlen
sollte man mit Skepsis begegnen, da sie einfach manipulierbar sind
und keine Auskunft darüber geben, wie viele Personen die Seite
gelesen haben. (2) Thomas Paulwitz, Das "Internet". Fortschritt und Cola-Imperialismus im Bündelangebot?, in: Die deutsche Schrift 3/1996, S. 268. (3) Übersicht mit Stand Juli 1997. Als Verantwortlicher gilt jeweils der Anmelder der Domain bzw. der Anschlußinhaber bei t-online. Nicht berücksichtigt sind deutschsprachige Abteilungen auf ausländischen Webseiten, z. B. bei den Holocaustleugnern, die zahlreichen kleinen privaten Homepages, z. B. zum Thema Skinheads, und die Aktivitäten der FPÖ. « zurück |