Gekürzt entnommen aus: Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus, Wien 1994

Rechtsextreme Funktionäre, Aktivisten und Ideologen



Vorbemerkung

Diesem Kapitel liegt der von Willibald I. Holzer entwickelte Rechtsextremismusbegriff zugrunde, der - wie schon mehrmals betont - jede Gleichsetzung von Rechtsextremismus mit Nationalsozialismus, Neonazismus, Neofaschismus und dergleichen ausschließt. Die Klassifizierung der einzelnen Personen als rechtsextrem erfolgte aufgrund ihrer Stellung innerhalb rechtsextremer Organisationen sowie aufgrund von Stellungnahmen in Publikationen. Die Kategorie "rechtsextrem" bezieht sich weder auf Charaktereigenschaften noch auf private Verhaltensweisen, sondern auf die politische und ideologische Haltung der einzelnen Personen. Berücksichtigt wurden die wichtigsten Funktionäre, Aktivisten und Ideologen, ohne mit dieser Auflistung Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

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CZESANY, Dr. Maximilian
Graz
Mitglied der "Österreichischen Historiker-Arbeitsgemeinschaft für Kärnten und Steiermark" ("Südtirol - Europa der Völker", 1/1992, S. 8)
1981
Herausgeber der Flugschrift "Wir lassen uns nicht ewig verleumden", in der er gegen eine vom ORF geplante Ausstrahlung der Fernsehserie "Der unbekannte Krieg" protestiert
1982
Mitunterzeichner eines Dankschreibens an die "Wohlfahrtsvereinigung der Glasenbacher" für die Mitarbeit "beim gemeinsamen Einsatz um das in zwei schrecklichen Weltkriegen ungetrübte Ansehen der gefallenen und lebenden österreichischen Soldaten und der gesamten leidgeprüften Kriegsgeneration"
1985
Referent bei der 20. Politischen Akademie der AFP
1986
Autor des Buches "Alliierter Bombenterror. Der Luftkrieg gegen die Zivilbevölkerung Europas 1940-1945" (erschienen im Druffel-Verlag)
1989
Mitunterzeichner eines Aufrufes, den u. a. auch die neonazistische Zeitschrift "Sieg" veröffentlicht. Darin wird kritisiert, daß Österreicher, "die nicht bereit sind, zeitgeschichtliche Ereignisse, die schon bald 50 Jahre zurückliegen, nur durch die Brille der alliierten Kriegspropaganda zu betrachten", von den Behörden vor Gericht gestellt und auch zu Geldstrafen verurteilt werden (siehe dazu: "Sieg", 8-9/1989, S. 25)


DAMBÖCK, Dr. Michael
Ardagger, NÖ
Geb. 8. 6. 1956
Schriftsteller, Journalist und Verleger
Seit 1985
Herausgeber der rechtsextremen Zeitschrift "Pen Dragon" (seit 1989 "Pen Tuisko")
Autor in einer Vielzahl rechtsextremer Zeitschriften im In- und Ausland, wie z. B. "Deutsche Wochen-Zeitung", "Nation Europa", "Deutschland in Geschichte und Gegenwart", "Aula", "Eckartbote", "Alter Jahreszeitweiser"
Der Verlag Michael Damböck spielt eine wichtige Rolle bei der Verbreitung rechtsextremer sowie alt- und neonazistischer Literatur. Damböck wirbt dafür in vielen rechtsextremen und neonazistischen Publikationen
1988
Schriftleiter des "Vereins für europäische Heereskunde 1914-1945" (Wehrmachtmuseum Ardagger)
Seit 1992
Mitglied des Redaktionskollegiums der rechtsextremen Zeitschrift "Nation. Das politische Magazin für Deutschland" (gemeinsam mit Adrian Preißinger, Karl-Heinz Sendbühler, Dr. Nikolaus von Preradovich, Dr. Gustav Sichelschmidt, Dr. Bruno Haas, Dr. Fritz Hippler, Dr. Georg Gasser, Ulrich Baues)
ab 1993
Gastautor in der rechtsextremen Zeitschrift "Nation. Das politische Magazin für Deutschland"


DUSWALD, Dr. Fred
Kallham, OÖ
Fabrikant
Ehemaliges Vorstandsmitglied des "Vereines Dichterstein Offenhausen"
1974
Kassier der NDP
1979
Mitunterzeichner des Aufrufes für eine Generalamnestie für NS-Verbrechen in der "Deutschen National-Zeitung", (16/1979 vom 13. 4.)
Leserbriefschreiber in der "Aula"


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