DÖW-Neuerscheinung

Jahrbuch 2008

Schwerpunkt Antisemitismus


Das diesjährige Jahrbuch des DÖW nähert sich dem Phänomen Antisemitismus aus verschiedenen Blickwinkeln. Ausgehend von einem weiten Antisemitismus-Begriff, der allen Beiträgen zugrunde liegt und jede judenfeindliche Ein-/Vorstellung bzw. Handlung umfasst, wird insbesondere der Aspekt der Kontinuität in den Vordergrund gerückt.

In den nachfolgend abgedruckten redaktionellen Vorbemerkungen zum DÖW-Jahrbuch 2008 charakterisieren Andreas Peham, Christine Schindler und Karin Stögner unterschiedliche Definitionsansätze des Antisemitismus.


Mitteilungen 186


Jahrbuch 2008 (Cover)

Jahrbuch 2008


Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus gehört zu einem der zentralen Aufgabenbereiche des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW). An verschiedenen Stellen sind WissenschafterInnen mit ihm konfrontiert, wie die vorliegenden Beiträge von KollegInnen verschiedener österreichischer Institute, Universitäten und Fachrichtungen zeigen. Als zentraler Bestandteil zunächst der deutsch-völkischen, dann der NS-Weltanschauung beschäftigt er die HistorikerInnen. Diese fragen bis heute nach der Bedeutung des Antisemitismus sowohl für die Organisation von Zustimmung zum Nationalsozialismus als auch für die Ingangsetzung und den weitgehend reibungslosen Ablauf des Vernichtungsprozesses. Politikwissenschaftliche und soziologische Arbeiten interessieren sich epochenübergreifend für die Funktionen und Wirkungsweisen des Antisemitismus, der seine aktuellen Motive vor allem aus einer spezifischen Bearbeitung des Nationalsozialismus und des Nahostkonfliktes bezieht.

Nach wie vor herrscht auch in den Wissenschaften keine Einigkeit, was genau unter Antisemitismus zu verstehen und worin er letztlich begründet sei. Nur dass die Objekte und prospektiven Opfer des Antisemitismus ursächlich nichts mit ihm zu tun haben, gilt allgemein als anerkannt. Weil Antisemitismus sich bei weitem nicht in korrigierbaren Vorurteilen erschöpft, wäre ins Zentrum von Gegenstrategien weniger die Aufklärung über das Judentum zu rücken als die kritische Selbstreflexion, die Aufklärung über gesellschaftliche Mechanismen. Mit der antisemitischen Feindbildproduktion lässt sich insbesondere in Krisen- und Umbruchzeiten die Sehnsucht nach einfachen, klaren Antworten befriedigen. Detlev Claussen, der den Antisemitismus treffend als "Alltagsreligion" analysierte, meinte, dass dieser erst dann Vergangenheit sei, "wenn die Menschen die Gesellschaft richtig wahrnehmen". (1) Tatsächlich ist der Erfolg der Bekämpfung des Antisemitismus an eine reflexive Aufklärung gebunden.

Ohne hier Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen, lässt sich der Antisemitismus entsprechend den verschiedenen theoretischen Ansätzen folgendermaßen charakterisieren:

  • Kulturelles und soziales Management der Zuschreibung von verpönten (negativen) Eigenschaften an die Jüdinnen/Juden.
  • Ideologischer Effekt bei der Bildung von Gemeinschaft, beim "Versuch [...], gegen die Schichtung der Gesellschaft in Klassen eine nationale Union zu verwirklichen" (Jean-Paul Sartre) (2): Wer gegen die gesellschaftliche Realität den reaktionären Wunsch von der Gemeinschaft hegt, ohne die tiefen Ursachen der Spaltung anzugehen, ist schon am halben Weg der Suche nach Gemeinschaftsfremden (Sündenböcken). Die (völkische) Identität ist bis heute nur zu haben als Hass auf die Nicht-Identischen.
  • Geschlossenes (Denk-)System: Der Antisemitismus ist mehr als die Summe antijüdischer Vorurteile, nämlich eine umfassende Weltanschauung; Reinhard Rürup nennt ihn ein "Zerrbild einer Gesellschaftstheorie".
  • Alltagsreligion, die es gleich der Paranoia gestattet, "das Ganze der Welt als einen einzigen Zusammenhang, aus einem Punkte, zu begreifen" (Sigmund Freud)(3).
  • (Antizivilisatorisches) "Nebenprodukt der Zivilisation" (Ernst Simmel), eine antimodernistische Reaktionsbildung auf die Moderne, die immer dann offen in Erscheinung tritt, wenn die Veränderungen katastrophal erlebt werden und das Individuum und/oder seine Gemeinschaft erschüttern.
  • Das persönliche Haftbarmachen von Jüdinnen und Juden für unpersönliche, anonyme und undurchschaute gesellschaftliche Mächte; eine "Biologisierung des Kapitalismus" und antikapitalistische Revolte gegen das "Judentum": "Die abstrakte Herrschaft des Kapitals [...] verstrickte die Menschen in das Netz dynamischer Kräfte, die, weil sie nicht durchschaut zu werden vermochten, in Gestalt des ‚internationalen Judentums‘ wahrgenommen wurden." (4)
  • Eine pathologische Projektion von (Selbst-)Hass, Schuldgefühlen und verbotenen Wunschregungen.

Den hier versammelten Arbeiten liegt ein relativ weiter Begriff des Antisemitismus zu Grunde, der jede judenfeindliche Ein-/Vorstellung und Handlung meint. Der Antisemitismus lässt sich mit Dietz Bering auch als "eine aggressive, politisch akzentuierte, umfassende Lebenseinstellung, die von der grundsätzlich nichtswürdigen Wesensart der Mitglieder des jüdischen Volkes ausgeht" (5), verstehen. Vor allem ist der Antisemitismus Gemeinschaftsideologie und als solche durch die Genese und den Charakter der jeweiligen Gemeinschaft (z. B. Nation) qualitativ wie quantitativ bestimmt. Die antijüdischen Bilder dienen als Negativfolien des Eigenen/Selbst. Das antisemitische Fremdbild hängt also eng mit dem (meist religiösen und/oder nationalistischen) Selbstbild zusammen.

Mit verschiedenen Theorien wurde und wird versucht, die Ursachen des Antisemitismus und die Gründe für seine Verbreitung zu erklären. Funktionalistische Theorien zielen auf die Bedeutung, welche der Antisemitismus für die Eigengruppe hat. Hier wird besonders die Sündenbockfunktion der Juden hervorgehoben. Kausale Theorien führen den Antisemitismus auf soziale, ökonomische und/oder psychische Ursachen zurück, wobei diese leider oft gegeneinander ausgespielt werden, anstatt in einer Art "Ergänzungsreihe" (Sigmund Freud) angeordnet zu werden. Von den Objekten des Antisemitismus gehen demgegenüber korrespondenztheoretische Annahmen aus, welche die tatsächlichen oder angeblichen Besonderheiten des Judentums und die Interaktion von In- und Outgroup zum Gegenstand haben. In etwas abgemilderter Form zielen auch differentialistische Ansätze auf kulturelle Unterschiede, wobei zumeist darauf hingewiesen wird, dass es sich um Fremdzuschreibungen handelt. In diesen Ansätzen erscheint der Jude als prototypischer feindlicher Anderer jenseits des Gegensatzes zwischen Eigenem und Fremdem. (6)

Was die Formen des antisemitischen Hasses betrifft, so werden in der Literatur gemeinhin unterschieden:

  • antike Judenfeindschaft (antijüdischer Rassismus)
  • kultureller und religiöser (christlicher) Antisemitismus
  • nationaler/politischer Antisemitismus im Zuge gesellschaftlicher Modernisierung und allgemeiner Emanzipationsbestrebungen (Anfang 19. Jahrhundert)
  • rassistischer Antisemitismus im Gefolge der "Gründerkrise" (1870er Jahre)
  • sekundärer Antisemitismus (nach/trotz/wegen der Shoah)
  • Antizionismus (nach 1948)

Wenn im vorliegenden Jahrbuch vor allem die Kontinuität im Antisemitismus betont wird, soll das nicht als Behauptung eines Antisemitismus seit jeher und in alle Ewigkeit oder einer von Anfang an angelegten Zielgerichtetheit auf Auschwitz missverstanden werden. Ein wichtiges Moment in der kritischen Betrachtung des Antisemitismus ist seine Einbettung in den jeweiligen gesellschaftlichen und historischen Kontext. Antisemitismus ist ein Strukturelement der modernen Gesellschaft. Allen gesellschaftlichen Veränderungen zum Trotz behauptet er sich immer weiter, wobei er äußerlich je andere Formen annehmen kann. Trotzdem ist nicht von einem "ewigen Antisemitismus" auszugehen, denn, wie Claussen darlegt, kommt es auf "den gesellschaftlichen Zusammenhang [...] an, in dem der Antisemitismus erscheint. Dieser gesellschaftliche Zusammenhang lässt sich nur erkennen, wenn man die geschichtlichen Unterschiede herausarbeitet." (7) In der gesellschaftstheoretischen Analyse des Antisemitismus geht es nicht so sehr um Kontinuitäten in der Produktion von antisemitischen Vorurteilen selbst als vielmehr um ein kritisches Herausstreichen der Kontinuität gesellschaftlicher Funktion und Wirkungen solcher Vorurteile. Eine kritische Betrachtung des Ineinandergreifens und gegenseitigen Durchdringens von Neuem und Altem und des Spannungsverhältnisses zwischen beiden ist speziell Bestandteil einer Analyse von sekundärem Antisemitismus, aber auch von Philosemitismus, der ebenso auf einer verzerrten Wahrnehmung der Realität beruht und oftmals nur die Umkehrung von antisemitischen Stereotypen ist, während die Juden als fixe Gruppe nach wie vor als die Anderen konzipiert werden.

Schon früh wurde auf die besonderen Aspekte eines Antisemitismus nicht nur nach, sondern auch und gerade wegen Auschwitz hingewiesen. Der durch Schuldabwehr motivierte Hass auf die Opfer und ihre Nachkommen wurde von Peter Schönbach auf den Begriff des sekundären Antisemitismus gebracht. (8) Dieser lässt sich im Vergleich zu den herrschenden Formen vor 1945 auch als ein mehr oder weniger ins Private oder auf die "Hinterbühne" (9) zurückgedrängter und tabuisierter Antisemitismus ohne bekennende AntisemitInnen begreifen.(10) Der sekundäre Antisemitismus hat seine Ursache in einem spezifischen Umgang mit dem Nationalsozialismus, insbesondere mit seinen Verbrechen. Dieser Umgang lässt sich zusammenfassend als Abwehr von Schuld und Erinnerung beschreiben, wobei es sich entgegen der ursprünglichen Bedeutung des Begriffes nicht immer um eine unbewusste Reaktionsweise handeln muss. Wie jeder Antisemitismus stellt auch der sekundäre eine Rationalisierung von Aggressionen dar. Diese (Abwehr-)Aggressionen rühren aus der Bedrohung des narzisstischen Größenselbst durch die Erinnerung an die Gräuel. Die wohl beliebteste Rationalisierung stellt die Minimierung der Schuld und die Selbstdarstellung als Opfer dar. Daneben ist es vor allem das alte Stereotyp der jüdischen Macht- und Geldgier, welches sich in sekundär-antisemitischen Stehsätzen wie "Die Juden nutzen den Holocaust für eigene Zwecke aus" ausdrückt.

Die "bürgerliche Kälte" (Theodor W. Adorno) fand nach Auschwitz ihre Fortsetzung in der Gleichgültigkeit gegenüber den Opfern und ihren Leiden. Bis heute findet das Grauen jenseits seiner kulturindustriell bearbeiteten (verkitschten) Formen nur schwer den Zugang zu den Emotionen. Das Wissen über die Shoah wird zwar beständig vergrößert, jedoch blieb es eigentümlich abgesperrt (isoliert) und damit so folgenlos. Die notwendige individuelle Bearbeitung wird nach wie vor gerne durch geschwätzige Betroffenheitsrhetorik und philosemitische Schwärmerei ersetzt. Auch der Philosemitismus arbeitet mit Zuschreibungen an Jüdinnen und Juden - nun eben positiver Eigenschaften. Die Opfer und ihre Nachkommen werden zu TrägerInnen nicht integrierter Schuldgefühle und von Erinnerung, zur moralischen Instanz, vor welcher man um Vergebung bittet. Dieser Mechanismus der Delegation von Erinnerung und unverarbeiteter Schuldgefühle wird immer wieder in den Debatten rund um das Gedenken und die Mahnmähler deutlich.

Heute ist zudem die verbreitete Neigung festzustellen, jüngere Verbrechen mit den nationalsozialistischen gleichzusetzen. Im öffentlichen Diskurs kam es seit Beginn der 1990er Jahre zu einem Wandel der Abwehr. Anstatt über Auschwitz und die eigene Schuld zu schweigen, kommt heute fast keine Sonntagsrede ohne den Verweis auf das Unsägliche aus. Dieser dient aber weniger der Erinnerung zum Zweck der Durcharbeitung und der - damit verbundenen - Selbstreflexion, sondern im Gegenteil der Abwehr.

Im Gefolge der Kritischen Theorie wurde der Antisemitismus zunächst vor allem als integraler Bestandteil des autoritären und antiemanzipatorischen Tickets begriffen. Haben auch verschiedene AutorInnen schon früh auf die Tatsache hingewiesen, dass sich der moderne Antisemitismus zu Beginn (bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts) gerade auf Seiten der Linken artikulierte (11), wurde er in der Folge ausschließlich der Rechten zugeschrieben. Angesichts des nationalsozialistischen Menschheitsverbrechens scheint diese Fixierung auf Rechtsextremismus und (Neo-)Faschismus verständlich, jedoch ist mittlerweile auch für eine breitere Öffentlichkeit nicht länger zu übersehen, dass der Antisemitismus nicht länger nur als Problem der extremen Rechten zu begreifen ist. Die Annahme einer jüdischen Herrschaft über die USA etwa findet sich heute nicht nur auf neonazistischen oder islamistischen Hassseiten, sondern auch in einem Buch, das 2005 im Wiener Promedia Verlag erschienen ist. Auch das DÖW wird immer wieder zur Zielscheibe nicht nur von Neonazis, sondern auch von linken Antizionisten und Islamisten. Vereint im Kampf gegen den Staat Israel attackieren sie all jene, die den herrschenden Antizionismus als das entlarven, was er ist - Antisemitismus.

Nach den streckenweise etwas aufgeregt geführten Debatten zum Neuen Antisemitismus hielten wir es für an der Zeit, sich wieder einmal grundsätzlich und aus verschiedenen Blickwinkeln dem Phänomen Antisemitismus zu nähern. Mit vorliegendem Jahrbuch möchten wir versuchen, auch jene Aspekte des Antisemitismus abzudecken, die bis dato eher zu den kaum oder weniger beleuchteten gehören, allen voran jenen der Kontinuität und damit zusammenhängend epochenübergreifende - ideologiekritische, kulturtheoretische, soziologische sowie psychoanalytische - Zugänge.

Der exterminatorische Antisemitismus, die Ermordung der europäischen Juden und Jüdinnen, darunter rund 65.000 ÖsterreicherInnen, wird am "Anschluss" Österreichs an Hitlerdeutschland, der sich 2008 zum 70. Male jährt, vor Augen geführt. Thematisiert werden der umgehend einsetzende Terror der Nationalsozialisten gegen die jüdische Bevölkerung und das Mitläufertum und die Mittäterschaft der SympathisantInnen und ProfiteurInnen. Die Verfolgung, Versklavung und Ermordung der Juden und Jüdinnen war auch ein Raubzug unvorstellbaren Ausmaßes, der in Österreich unmittelbar nach dem "Anschluss" mit den "Arisierungen" einsetzte und an dem so viele mehr beteiligt waren, als sich danach erinnern konnten.

Im NS-Regime waren auch andere Minderheiten, Bevölkerungsteile, Gruppierungen der Diskriminierung, Unterdrückung und Verfolgung ausgesetzt, wie außerhalb des Schwerpunktes ausgeführt wird. ÖsterreicherInnen waren nicht nur Täter und Opfer, sondern auch - wie viele Wiener TschechInnen - Widerständige, das DÖW hat es insbesondere auch zur Aufgabe, den Widerstand der ÖsterreicherInnen zu erforschen und zu dokumentieren. Und so beginnt das vorliegende Jahrbuch mit der Erinnerung an die Verfolgung nach der Machtübernahme der Nazis nicht nur durch abstrakte Herrschaftsverhältnisse, sondern ganz konkret durch Menschen, NachbarInnen, Bekannte, aber auch an manchmal ganz unvermutete Solidarität und Hilfe. Der Widerstand einer Österreicherin im kroatischen Ustascha-Staat - dessen Vernichtungswillen insbesondere auf die SerbInnen, Juden und Jüdinnen sowie Roma und Romnia abzielte -, die vor allem serbische Kinder aus Lagern und KZ retten konnte, zeigt ein weiteres Mal, wie viel beherzte Mitmenschlichkeit bewirken kann. Auch hier gilt es aber, keine Podeste zu errichten, keine Hagiografien zu schreiben und keine HeldInnen zu idealisieren, sondern in bewusster Reflexion die Geschichte und die Geschichten und die zugrunde liegenden Strukturen zu durchdringen.


Anmerkungen

1) Detlev Claussen, Grenzen der Aufklärung. Die Genese des modernen Antisemitismus, Frankfurt/Main 1994, S. 80.
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2) Jean-Paul Sartre, Betrachtungen zur Judenfrage, Zürich 1948, S. 131.
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3) Sigmund Freud, Totem und Tabu. Einige Übereinstimmungen im Seelenleben der Wilden und der Neurotiker (1913), in: Ders., Gesammelte Werke Bd. IX, Frankfurt/Main, S. 96.
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4) Moishe Postone, Antisemitismus und Nationalsozialismus, in: Ders., Deutschland, die Linke und der Holocaust. Politische Interventionen, Freiburg 2005, S. 165-194, hier 181.
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5) Dietz Bering, Gutachten über den antisemitischen Charakter einer namenpolemischen Passage aus der Rede Jörg Haiders vom 28. Februar 2001, in: Ruth Wodak / Anton Pelinka (Hrsg.), "Dreck am Stecken". Politik der Ausgrenzung, Wien 2002, S. 173-186, hier 174.
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6) Vgl. Klaus Holz, Nationaler Antisemitismus. Wissenssoziologie einer Weltanschauung, Hamburg 2001, S. 49 ff.
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7) Detlev Claussen, Vom Judenhass zum Antisemitismus, in: Ders., Aspekte der Alltagsreligion. Ideologiekritik unter veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen, Frankfurt/Main 2000, S. 65-105, hier 66.
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8) Peter Schönbach, Reaktionen auf die antisemitische Welle im Winter 1959/1960, Frankfurt/Main 1961, S. 22 ff.
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9) Vgl. Christian Fleck / Albert Müller, Zum nachnazistischen Antisemitismus in Österreich. Vorderbühne versus Hinterbühne, in: Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 5/1994, S. 481-515.
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10) Vgl. Bernd Marin, Antisemitismus ohne Antisemiten. Autoritäre Vorurteile und Feindbilder, Frankfurt/Main-New York 2000.
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11) Vgl. Wanda Kampmann, Deutsche und Juden. Die Geschichte der Juden in Deutschland vom Mittelalter bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs, Frankfurt/Main 1979; Eleonore Sterling, Er ist wie du. Aus der Frühgeschichte des Antisemitismus, München 1956; Paul W. Massing, Vorgeschichte des politischen Antisemitismus, Frankfurt/Main 1959.
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