Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung

Der Verfassungsschutz des Landes Nordrhein-Westfalen beschreibt die Vierteljahreshefte als "pseudowissenschaftlich aufgemachte Publikation", in der "vornehmlich der Völkermord an den europäischen Juden geleugnet und deutsche Kriegsverbrechen relativiert" werden. (Ministerium für Inneres und Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen (Hg.): Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen. Zwischenbericht 1998, Düsseldorf 1998, S. 32)

Die belgische Stiftung Vrij Historisch Onderzoek (VHO), welche bis Mitte 1999 als Herausgeberin der fungierte, wurde wiederholt Ziel polizeilicher Hausdurchsuchungen und 2002 verboten. In der Folge wurden die Vierteljahreshefte vom Verlag Castle Hill Publishers herausgebracht. Die deutsche "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften" setzte bereits mehrere Ausgaben der Vierteljahreshefte auf den Index. Auch Herausgeber Germar Rudolf kam wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt: 1995 wurde er wegen "Aufstachelung zum Rassenhass" und Holocaust-Leugnung in Stuttgart zu einer 14-monatigen Haftstrafe verurteilt. Einem neuerlichen Prozess entzog sich Rudolf, der sich auch Scheerer nennt und unter dem Pseudonym Ernst Gauss in Erscheinung tritt, 1996 durch Flucht ins Ausland (zunächst nach Spanien, dann nach Großbritannien und schließlich in die USA).



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