Volksbewegung / auch: Volksbewegung gegen Überfremdung; Ausländer-Halt-Bewegung

Aktuelle rechtsextreme Vereine, Parteien, Zeitschriften in Österreich

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Halt (Cover)

Die Nennung von AutorInnen in rechtsextremen Publikationen bedeutet nicht, dass alle Genannten als RechtsextremistInnen qualifiziert werden. Gleiches gilt für die in dieser Rubrik angeführten Gruppen: Nicht jede Organisation oder Partei mit Kontakten zum organisierten Rechtsextremismus ist selbst als rechtsextrem einzustufen.

Rechtsextremismus wird in keiner Weise mit Nationalsozialismus, Neonazismus oder Neofaschismus gleichgesetzt.

Zum Begriff des Rechtsextremismus

Charakteristik:

BuchwerbungBis Anfang der 90-er Jahre stellte die mehrheitlich von Mitgliedern der 1980 behördlich aufgelösten Kameradschaft Babenberg gebildete Volksbewegung um Gerd Honsik eine der zentralen Gruppierungen der österreichischen Neonaziszene mit großer publizistischer Bedeutung und weitreichenden Verbindungen dar.

Aus der Volksbewegung entstand 1982 auch die Wahlplattform Ausländer-Halt-Bewegung/AUS (Beteiligte: Dr. Herbert Fritz, Ing. Ferdinand Kamenitzky, Dr. Bruno Haas, Ing. Ernest Steinfellner, Johann Kremser, Harald Schmidt, Ing. Hornacher, Arthur Maichanitsch (†), Gerd Honsik, Johann Sauerteig, Harald Engelke, Hofrat Dr. Otto Roßkopf, Gottfried Küssel).

Weiters waren Mitglieder der Volksbewegung 1984 maßgeblich an der Gründung der Nationalen Front beteiligt, der mit Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes vom 3. 3. 1987 wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung keine Rechtspersönlichkeit zuerkannt wurde.

Gemeinsam mit Horst Jakob Rosenkranz und Franz Radl versuchte Honsik 1990 mit der Liste Nein zur Ausländerflut bei den Nationalratswahlen zu kandidieren, was von der Wiener Kreiswahlbehörde abgelehnt wurde. Die darauf folgende Anfechtung der Wahlen wurde mit Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes vom 28. 2. 1991 abgewiesen, da der Wahlvorschlag der Liste Nein zur Ausländerflut als "verfassungsgesetzlich verpönter Akt nationalsozialistischer Wiederbetätigung" zu beurteilen sei.

Gerd Honsik setzte sich, nachdem er im Mai 1992 nach NS-Verbotsgesetz in erster Instanz zu einer unbedingten Haftstrafe verurteilt worden war, nach Spanien ab. Das nunmehr in Spanien erscheinende Halt weist einen deutlich geringeren Verbreitungsgrad auf. Nach wie vor konzentriert es sich v. a. auf rassistische und antisemitische Propaganda sowie die Leugnung oder Verharmlosung der nationalsozialistischen Verbrechen, insbesondere des Holocaust.



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