Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik (AFP)

Aktivitäten:

Verschiedene Jugendlager und Jugendheimabende, Diskussionsabende (z.B.: "Die Oder-Neiße-Grenze", "Was unterscheidet Nationalismus von Faschismus", "Ausländerwahlrecht ja oder nein?", "Wie deutsch ist Österreich", "Welche Konsequenz hat das Wiedererwachen der deutschen Frage auf Österreich?"), Lichtbildervorträge, Konzerte (z. B. von Frank Rennicke), Lesungen (z. B. von Konrad Windisch) usw.
Politische Akademie der AFP:
Im Rahmen der seit 1966 alljährlich stattfindenden Politischen Akademien kommen Vertreter deutschnationaler, rechtsextremer und neonazistischer Strömungen zusammen. Neben Exponenten des rechtsextremen Lagers des In- und Auslandes traten dort wiederholt auch Funktionäre der FPÖ als Referenten in Erscheinung.

Bei der 35. Politischen Akademie (13. - 15. Oktober 2000 in Mitterberg) musste die Polizei einschreiten. Den Anlass dafür lieferte der deutsche "Barde" und NPD-Mann Frank Rennicke, der am Abend des 14. Oktober 2000 auftrat. Sein einschlägiges Liedgut und die angebotenen CD's führten zu einer Anzeige nach dem NS-Verbotsgesetz. Während die Tonträger beschlagnahmt werden konnten, hat sich Rennicke umgehend abgesetzt. Anfang November 2000 flog darüber hinaus im Zuge eines polizeilichen Routineeinsatzes ein Treffen von rund 50 Neonazis im "Fritz-Stüber-Heim" der AFP in Wien XVI auf. Die von Anrainern wegen einer Rauferei gerufenen Beamten trafen dort Gottfried Küssel samt seinem vormaligen Stellvertreter in der Volkstreuen Außerparlamentarischen Opposition (VAPO), Gerd Endres, an und beschlagnahmten einschlägiges Material.

An der 26. Politische Akademie (11. - 13. Oktober 1991 in Weyer) nahm auf Einladung der AFP der spanische Neonazi Pedro Varela teil. In einem Referat lobte er Hitler als "zweiten Erlöser der Menschheit" und meinte, dass die "von ihm vorgeschlagenen Lösungen ohne weiteres angewendet werden können" (Recht und Wahrheit, 1-2/1993, S. 30, hrsg. von der neonazistischen Deutschen Freiheitsbewegung). Varela wurde aufgrund dieser Aussagen bei einer neuerlichen Einreise nach Österreich 1992 verhaftet und wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung angeklagt, aber von einem Gericht in Steyr freigesprochen. Die Geschworenen entschieden zwar mehrheitlich, dass es sich bei seinen Aussagen um nationalsozialistische Wiederbetätigung handle, in der Frage, ob er im Rechtsirrtum gewesen sei - Varela behauptete nämlich, nicht gewusst zu haben, dass solche Äußerungen in Österreich strafbar sind -, entschieden sie aber mit vier "Ja"- gegen vier "Nein"-Stimmen. Im Herbst 1998 wurde Varela vom Strafgericht Barcelona wegen Holocaust-Leugnung und Aufstachelung zu Hass und Diskriminierung zu einer fünfjährigen Haftstrafe (nicht rechtskräftig) verurteilt.

Verleihung eines AFP Verdienstabzeichens für Volk und Heimat "für besondere Leistungen an Nicht-Mitglieder der AFP"

Verleihung von goldenen oder silbernen Ehrenabzeichen der AFP

Im engeren Umfeld der AFP wird ein Rose Eller Preis für Literatur vergeben. Die Unterlagen für diesen Preis können über das Postfach der AFP-Wien angefordert werden, Konrad Windisch selbst sitzt in der Jury.

Aktuelle rechtsextreme Vereine, Parteien, Zeitschriften in Österreich

Kommentare zum Zeitgeschehen (Cover)

Die Nennung von AutorInnen in rechtsextremen Publikationen bedeutet nicht, dass alle Genannten als RechtsextremistInnen qualifiziert werden. Gleiches gilt für die in dieser Rubrik angeführten Gruppen: Nicht jede Organisation oder Partei mit Kontakten zum organisierten Rechtsextremismus ist selbst als rechtsextrem einzustufen.

Rechtsextremismus wird in keiner Weise mit Nationalsozialismus, Neonazismus oder Neofaschismus gleichgesetzt.

Zum Begriff des Rechtsextremismus



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