Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik (AFP)

gegründet: 1963
bis 1975: Arbeitsgemeinschaft für Politik (3. 1. 1975 behördliche Auflösung); als Aktionsgemeinschaft für Politik im Vereinsregister

Regionale Untergruppen und Stützpunkte:
AFP Wien: Freiherr-von-der-Trenck-Heim, Koppstraße 72, 1160 Wien (wurde 1993 in Dr.-Fritz-Stüber-Heim umbenannt); AFP Steiermark: Postfach 5, 8044 Graz; AFP Kärnten: Berthold-Schwarz-Straße 33, 9020 Klagenfurt;
Bundesrepublik Deutschland: Postfach 1228, 2830 Bassum


Aktuelle rechtsextreme Vereine, Parteien, Zeitschriften in Österreich

Publikationen

Aktivitäten

Zitate
Kommentare zum Zeitgeschehen (Cover)

Die Nennung von AutorInnen in rechtsextremen Publikationen bedeutet nicht, dass alle Genannten als RechtsextremistInnen qualifiziert werden. Gleiches gilt für die in dieser Rubrik angeführten Gruppen: Nicht jede Organisation oder Partei mit Kontakten zum organisierten Rechtsextremismus ist selbst als rechtsextrem einzustufen.

Rechtsextremismus wird in keiner Weise mit Nationalsozialismus, Neonazismus oder Neofaschismus gleichgesetzt.

Zum Begriff des Rechtsextremismus

Charakteristik:

Rechtsgutachten von o. Univ. Prof. DDr. Heinz Mayer zu AFP und BfJ, 3. 2. 2005 »

Jugend Echo Jugend Echo

Die Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik (AFP) ist - formal - eine politische Partei, deren Schwergewicht auf ideologisch-kultureller Arbeit mit ausgesprochen rechtsextremer Tendenz liegt. Im Verfassungsschutzbericht 2007 wird der AFP eine "ausgeprägte Affinität zum Nationalsozialismus" attestiert.

BücherkommentareIn ihren Zeitschriften finden sich immer wieder Beiträge mit neonazistischer und "revisionistischer" Tendenz; unter anderem wird auch für Publikationen geworben, in denen die Existenz von Gaskammern zur Ermordung von Menschen in nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern geleugnet wird. Mit Bezug auf einen Prozess gegen den damaligen Schriftleiter der Kommentare zum Zeitgeschehen, Konrad Windisch, wegen NS-Wiederbetätigung schrieben die Kommentare zum Zeitgeschehen (345/1998):
"Nichtigkeitsbeschwerde abgelehnt
Zwei Jahre nach dem Prozess gegen Konrad Windisch wurde die Nichtigkeitsbeschwerde vom Obersten Gerichtshof [...] zurückgewiesen. [...] Nunmehr werden wir innerhalb von sechs Monaten die Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg einbringen."

Die AFP verfügt zwar nur über wenige Aktivisten, aufgrund ihrer zahlreichen Verbindungen zu Gruppen, Personen und Publikationen der extremen Rechten im In- und Ausland erfüllt sie aber eine wichtige integrative Funktion im rechtsextremen Lager. Daneben verfügt die AFP über gute Kontakte zur FPÖ, zu deren Wahl sie regelmäßig aufruft.

2001 gründete sich in Oberösterreich eine AFP-Jugend (ab 2003: Bund freier Jugend), die vor allem (ehemalige) Skinheads und jugendliche Neonazis rekrutierte.



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