- 1983-1990
- Schriftleitungsmitglied der rechtsextremen Zeitschrift Aula
- 1984
- befürwortet in einem Artikel in der rechtsextremen Deutschen Wochen-Zeitung die Gründung von
Otto Scrinzis National Freiheitlicher Aktion (NFA)
- 1985 - Ende 1990
- Chefredakteur der FPÖ-Zeitung Kärntner Nachrichten (KN)
- 1985
- Referent bei der 20. Politischen Akademie der rechtsextremen
Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik (AFP)
und beim neonazistischen, 1999 wegen NS-Wiederbetätigung aufgelösten
Verein Dichterstein Offenhausen
Interview in der rechtsextremen Deutschen National-Zeitung (47/1985)
- 1986 und 1987
- Referent bei der deutschen rechtsextremen Gesellschaft für Freie Publizistik e. V.
Mitglied des Autorenkollegiums der Deutschen Monatshefte (bis 1982 Klüter Blätter)
- 1987
- In den Kärntner Nachrichten vom 24. 4. 1987 wird eine Rezension über das Buch "Die Diffamierten"
(Geschichte des Reichsarbeitsdienstes) veröffentlicht, deren Inhalt den Verdacht einer strafbaren Handlung
nach § 3g Verbotsgesetz bzw. nach Art. IX Abs. 1 Z 7 EGVG begründete:
"Nach Vernehmung des Chefredakteurs der 'Kärntner Nachrichten', Andreas Mölzer, der sich als Alleinverantwortlicher
bezeichnete, legt die Staatsanwaltschaft Klagenfurt die Anzeige wegen § 3 g Verbotsgesetz gem. § 90 StPO zurück.
Im Zuge des von der Bundespolizeidirektion Klagenfurt gegen Andreas Mölzer eingeleiteten Verwaltungsstrafverfahrens wird
dieser wegen Übertretung nach Art. IX Abs. 1 Zi. 7 EGVG mit S 3.000,- rechtskräftig bestraft."
(Beantwortung der parlamentarischen Anfrage der Abgeordneten Anschober, Freunde und Freundinnen durch Bundesminister Dr.
Franz Löschnak, 17. 4. 1992, Nr. II-5610 der Beilagen zu den Stenographischen Protokollen des Nationalrates, XVIII. Gesetzgebungsperiode.)
- 1988,1990,1992
- Referent im als "rechtstendenziös" eingestuften Neuen Klub
- 1989
- Kandidat der FPÖ bei den Kärntner Landtagswahlen
- 1990
- Herausgabe des Haider-Jubel-Buches "Jörg! Der Eisbrecher"
- Anfang 1991
- im Auftrag Jörg Haiders "Grundsatzreferent" in der Bundesparteizentrale der FPÖ, gleichzeitig im
Rahmen des Freiheitlichen Bildungswerkes Betreuer des historisch-ideologischen Schrifttums der FPÖ
- 1991
- Verleihung des Joseph-Hieß-Gedenkpreises bei einer Tagung des neonazistischen
Vereins Dichterstein Offenhausen
- Juni 1991
- Bundesrat
- Herbst 1991
- "auf persönlichen Wunsch Jörg Haiders" Bestellung zum "politischen
Gesamtverantwortlichen" des Freiheitlichen Bildungswerkes (siehe dazu: Aula 11/1991)
- Februar 1992
- Referent bei einer Veranstaltung des Freiheitlichen Akademikerverbandes zum Thema
"Nationale Identität und multikulturelle Gesellschaft". Die Zeitung Der Standard (13. 2. 1992) berichtete
dazu:
"Mölzer befürchtet vielmehr, dass die deutsche Volks- und Kulturgemeinschaft in der BRD und in
Österreich 'erstmals in seiner tausendjährigen Geschichte' vor einer 'Umvolkung' steht. Bisher sei
die 'biologische Potenz der Deutschen' immer stark gewesen, 'um assimilierender Faktor zu bleiben'. Jetzt aber
sieht Aula-Mitarbeiter Mölzer einen 'überalterten und schwächeren Volkskörper, der dynamischeren
Zuwanderern gegenübersteht'. Daher dürfe nicht eine 'amorphe Masse' Aufnahme finden, die Menschen
sollten 'bereits im Ausland' überprüft werden. Sonst könnte 'eine ethnische, kulturelle Umvolkung' erfolgen."
- Herbst 1993
- nicht mehr Leiter, sondern nur mehr Vorsitzender des Kuratoriums des Freiheitlichen Bildungswerkes, Verlust des Bundesratssitzes
- 1994
- gemeinsam mit Lothar Höbelt und Brigitte Sob Herausgeber eines "Jahrbuchs für politische Erneuerung 1995" im
Freiheitlichen Bildungswerk mit dem Titel "Freiheit und Verantwortung". Zu dem darin enthaltenen Artikel von Werner
Pfeifenberger ("Internationalismus gegen Nationalismus - eine unendliche Todfeindschaft?") wird in einem
Gerichtsurteil der Einschätzung eines Journalisten, dieser Text enthalte "Nazitöne", Recht gegeben.
- 1995
- Rückzug aus der Aula
- 1995-1997
- Chefredakteur der österreichischen Ausgabe der deutschen Wochenzeitung Junge Freiheit (JF). Der deutsche
Verfassungsschutz attestiert der JF, sie trage zur "Erosion der Abgrenzung zwischen Demokraten und Extremisten
[...] bei. Sie bietet sowohl Demokraten als auch in- und ausländischen Rechtsextremisten ein publizistisches Forum."
(Bundesministerium des Inneren (Hg.): Verfassungsschutzbericht 1997. Bonn 1998, S. 121)
- 1996
- als Referent beim Treffen des vom rechtsextremen Langzeitfunktionär Dr. Otto Scrinzi gegründeten
Kulturwerks Österreich - Landesgruppe Kärnten angekündigt.
- Seit 1997
- Chefredakteur der aus der Österreichausgabe der Jungen Freiheit hervorgegangenen Wochenzeitung Zur Zeit.
("Österreich neu regieren": Steuergeld für Vorfeldorgan des Rechtsextremismus »)
- 1997
- In der Ausgabe 7/1997 (5.-11. Dezember) von Zur Zeit veröffentlicht der Theologe Robert Prantner einen Artikel,
in dem es heißt:
"Es wäre eine Verfälschung der Geschichte, etwa bestimmte Ritualmorde zu mittelalterlicher
Zeit dem phantasiebestimmten 'Haß des Nationalsozialismus' zuzuschreiben. Auch Verbrechen von jüdischen Menschen
an Christen sind beklagenswerte Geschichte, an Kindern, wie etwa dem seligen Märtyrerkind Anderl von Rinn, wie
an erwachsenen Menschen zu vorösterlicher Zeit."
Prantner macht in diesem Artikel die "Juden" auch für den
Tod Jesu verantwortlich und behauptet zudem eine Bringschuld der "Weltjudenheit". Seiner Meinung nach weigere sich
diese bis heute beharrlich, sich für "durch jüdische Hand" begangene "Verbrechen" zu entschuldigen.
Unmittelbar nach Erscheinen des Artikels, den Mölzer nicht für antisemitisch hält,
übermittelt das DÖW eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft und den Presserat.
Während Letzterer Prantners antisemitische Ausfälle am 11. März 1998 verurteilt, sieht die
Staatsanwaltschaft Wien hierin keine ausreichenden Gründe für die Aufnahme von Ermittlungen wegen
des Verdachts der Verhetzung.
- Mai 1997
- Referent bei der Landtagsfraktion der vom deutschen Verfassungsschutz als "rechtsextrem" eingestuften Partei
Die Republikaner in Stuttgart. (Der Republikaner 6/1997, S. 4)
- 1999
- In der Ausgabe Zur Zeit 23/1999 (4.-10. Juni 1999) erscheint ein Artikel, in dem die nationalsozialistischen Verbrechen
grob verharmlost, die Schuld Nazi-Deutschlands am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges geleugnet, Adolf Hitler ein
"großen Sozialrevolutionär" und dessen Stellvertreter Rudolf Heß ein "kühner Idealist"
genannt und der Holocaust, der sich angeblich "nur mehr quasireligiös begründen" lasse, als angebliches
"Dogma" bzw. als "Mythos" in Zweifel gezogen werden. Außerdem behauptet der Autor die Unmöglichkeit der
"Massenvergasungen mittels Zyklon-B" in den nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern.
Aufgrund einer Anzeige des DÖW wird der Autor des Artikels 2001 wegen NS-Wiederbetätigung verurteilt.
Das gleichzeitig gegen Mölzer eingeleitete Verfahren wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Verbotsgesetz
wird im Jahr 2000 nach dem Abschluss der Vorerhebungen eingestellt. Laut einer parlamentarischen Anfragebeantwortung
durch Justizminister Böhmdorfer sei es nicht gesichert gewesen, dass Mölzer den inkriminierten Artikel vor
Drucklegung gelesen habe.
- 17. 4. 1999
- Bei einem Treffen "deutscher" Burschenschafter in Salzburg diskutieren unter der Leitung Mölzers u. a. der
in der deutschen Neonazi-Szene aktive NPD-Ideologe Jürgen Schwab (aB! Thessalia zu Prag, Bayreuth und aB! Germania, Graz) und
der Chef der deutschen
rechtsextremen Partei Die Republikaner, Rolf Schlierer (aB! Germania, Gießen), über die Zukunft
der Burschenschaften. (Kadertreffen in Salzburg »)
- 1999 - 2001
- Kulturberater des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider
- 2001
- Referent beim Jahreskongress der rechtsextremen Deutschen Konservativen:
"Andreas Mölzer, der Kulturbeauftragte Jörg Haiders, und Dr. Andreas Skorlanz, Fraktionsdirektor der
FPÖ, haben den Kongressteilnehmern ein klares, sehr informatives Bild vorgezeichnet über
'Die Entwicklung der FPÖ in Österreich. Beispiel für Deutschland und Europa?'"
(Berliner Brief 37/März 2001)
Zur Zeit bekommt von der Bundesregierung aus Mitteln der Presseförderung für das Jahr
2001 eine Subvention von ca. 800.000 Schilling
- November 2001
- Aus Anlass des vierjährigen Bestehens von Zur Zeit versammeln sich unter dem Motto
"Europas Rechtsparteien und die Medien" auf Burg Kranichberg (Gloggnitz/NÖ) Vertreter
mehrerer europäischer Rechtsaußenparteien.
(Zur Zeit
feierte Geburtstag »
/ Die Euro-Rechte pilgert nach Österreich »)
Unter der Leitung Mölzers diskutieren:
- Bruno Mégret, Vorsitzender des rechtsextremen Mouvement National Republicain (MNR), einer Abspaltung von Le Pens Front National
- Filip Dewinter, Vorsitzender des rechtsextremen Vlaams Blok
- Alfred Mechtersheimer, Vorsitzender der Deutschland-Bewegung, der im Verfassungsschutzbericht 2003 des
Landesamtes für Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen vorgeworfen wird, Positionen zu vertreten, die
"Anhaltspunkte für den Verdacht des Vorliegens einer rechtsextremistischen Bestrebung begründen"
- István Csurka, Antisemit und Führer der ungarischen Partei der Gerechtigkeit und des Lebens (MIÉP)
- 2002
- Referent bei einem Treffen der Jugendorganisation des rechtsextremen Vlaams Blok in Tirol
Referent bei einer von Vertretern der deutschen rechtsextremen Gruppen Gesellschaft für
Freie Publizistik (GfP), Deutsche Liga für Volk und Heimat und Nation&Europa-Freunde
organisierten Veranstaltung.
Aufgrund seiner Auftritte bei rechtsextremen Vereinigungen in Deutschland namentliche
Erwähnung im Verfassungsschutzbericht 2002 des Landesamts für Verfassungsschutz
Nordrhein-Westfalen unter der Rubrik Rechtsextremismus.
Zur Zeit bekommt von der Bundesregierung aus Mitteln der Presseförderung für das
Jahr 2002 eine Subvention von ca. 75.500 EUR
Teilnahme an einem Treffen von rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien (u. a.
Vlaams Blok) in Kärnten
- 2003
- Zur Zeit bekommt von der Bundesregierung aus Mitteln der Presseförderung für das
Jahr 2003 eine Subvention von ca. 64.000 EUR
- 2004
- Interview in der vom Parteivorstand der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), einer
eng mit dem Neonazismus verknüpften Organisation, herausgegebenen Zeitschrift Deutsche Stimme
(1/2004) zu den Themen "Drittes Lager, Globalisierung und europäische Zusammenarbeit".
Interview mit der rechtsextremen Zeitschrift Der Eckart ( 6/2004). Bezug nehmend auf die Frage nach der
Rolle der Deutschen in der Europäischen Union sagt Mölzer u. a.:
"Die europäische Integration war also in ihren Anfängen auch ein Sieger-Projekt der Alliierten,
das davon ausging, dass man Deutschland auf Dauer machtpolitisch niederhalten müsste."
Über eine Vorzugsstimmenkampagne (Mölzer "allein gegen die Linke" ») schafft Mölzer bei der EU-Wahl am 13. Juni den Einzug ins Europäische Parlament (21.980 Stimmen). Dort beginnt er umgehend, seine Anstrengungen zur Einigung der Euro-Rechten zu intensivieren.
- 2005
- Am 16. März wurde Mölzer aufgrund ständiger Angriffe auf die Parteispitze in Zur Zeit aus der FPÖ ausgeschlossen. In der Folge kommt es zum Aufstand des rechten, burschenschaftlich dominierten Parteiflügels, welcher im April mit der Abspaltung des BZÖ endet.
Interview mit Mölzer in der rechtsextremen National-Zeitung (16/2005).
Mitorganisator eines Treffens europäischer rechtsextremer bis neofaschistischer Parteien in Wien, 11.-13. November (Treffen der Euro-Rechten in Wien »). Neben der FPÖ-Spitze waren Vertreter folgender Parteien und Organisationen bei diesem Treffen anwesend:
- Filip Dewinter vom belgischen Vlaams Belang, die Nachfolgeorganisation des im Jahre 2004 aufgrund anhaltender Verstöße gegen das belgische Anti-Rassismusgesetz behördlich aufgelösten rechtsextremen Vlaams Blok (VB)
- Bruno Gollnisch, stellvertretender Parteivorsitzender des französische Front National (FN)
- Alessandra Mussolini von der Azione Sociale, einem Parteienbündnis, das sich aus drei neofaschistischen Organisationen zusammensetzt: Movimento Sociale - Fiamma Tricolore (MSFT), Forza Nuovo (FN) und Fronte Sociale Nazionale (FSN). Von der Azione Sociale haben an diesem Treffen noch Luca Romagnoli (Generalsekretär der MSFT) und Roberto Fiore (Mitbegründer der FN) teilgenommen
- Petre Popeanga, stellvertretender Vorsitzender der Großrumänienpartei (PRM)
- Volen Siderov, Vorsitzender der bulgarischen Partei Ataka
- Rafael Lopez, Vorsitzender der spanischen Alternativa Espanola (AES)
- 2006
- Als Referent bei dem vom 28.-30. April stattfindenden Kongress der deutschen rechtsextremen Gesellschaft für Freie Publizistik e.V. (GFP) angekündigt.
Seit 1983 Veröffentlichungen u. a. in folgenden rechtsextremen Blättern Deutschlands und
Österreichs:
Nation Europa, Deutsche Annalen, Die Kameradschaft, NHB-report (war die Zeitschrift des
Nationaldemokratischen Hochschulbundes, einer Studentenorganisation der
Nationaldemokratischen Partei Deutschlands),
Junge Freiheit, Staatsbriefe, Aula.
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