Neues von ganz rechts - Juli 2003
FPÖ-Strache und die Aula

Der bereits als künftiger Wiener FPÖ-Obmann gehandelte Landtagsabgeordnete Heinz-Christian Strache gilt im burschenschaftlichen Milieu als Hoffnungsträger und Garant völkischer Prinzipientreue. Für Otto Scrinzi ist er ein "echte[r] Nationalfreiheitliche[r]" (Aula 7-8/2003, S. 4), und seine Leser wissen, was damit gemeint ist. Das rechtsextreme Monatsmagazin Aula fragt Strache in seiner aktuellen Ausgabe dennoch, ob das "dritte Lager" in seiner "Person einen Verbündeten" habe. Wenig überraschend bejaht der pennale Burschenschafter diese Frage. Darüber hinaus versichert Strache der Aula, von welcher sich Mitte der neunziger Jahre die FPÖ-Spitze noch öffentlich distanzierte, dass diese in ihm "immer einen verlässlichen Ansprechpartner finden [wird]." (Ebenda, S. 6)

Bezeichnenderweise ist in derselben Aula-Ausgabe einmal mehr Thorsten Thomsen vertreten. Dieser Aktivist der deutschen Neonaziszene (siehe: Neonazi in der Aula ») verfasste einen "Nachruf auf den Querdenker Jürgen W. Möllemann", natürlich nicht ohne die Verschwörungstheorie breitzutreten, wonach der "tapfere[n] und aufrechte[n] Streiter für eine ausgewogene Nahost-Politik" (ebenda, S. 16) einem politischen Mord zum Opfer gefallen sei. Wer die Mörder seien, ist zwischen den Zeilen zu lesen. Thomsen beschränkt sich darauf, mit Michel Friedmann einen der "Scharfrichter[n]" (ebenda, S. 17) zu benennen.


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