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Deportationen in das "Reichskommissariat Ostland", 1941/42 Die meisten jüdischen Holocaustopfer aus Österreich kamen in Ghettos und Vernichtungsstätten im "Reichskommissariat Ostland" ums Leben. 1941 und 1942 wurden von Wien bzw. Theresienstadt mehr als 15.000 Jüdinnen und Juden nach Kaunas, Riga, Minsk und Maly Trostinec bei Minsk deportiert, wo fast alle ermordet wurden. Das "Reichskommissariat Ostland" war eine im Juli 1941 gebildete Verwaltungseinheit des "Großdeutschen Reiches", die die früheren baltischen Staaten Lettland, Litauen und Estland sowie den größten Teil des westlichen Weißrussland umfasste. Als "Reichskommissar", mit Sitz in Kaunas (Kowno/Kauen), später Riga, fungierte der schleswig-holsteinsche Gauleiter Hinrich Lohse. Die Ausrottungspolitik gegenüber den dort lebenden Juden begann sofort mit dem deutschen Einmarsch am 22. Juni 1941 und wurde im Herbst 1941 auf die dorthin deportierten Juden aus dem "Altreich", dem "Protektorat" und Österreich erstreckt. Im Herbst 1943 lösten SS-Einheiten auf Befehl Himmlers die Ghettos im "Reichskommissariat Ostland" auf. Die meisten überlebenden Ghettoinsassen wurden in das KZ Kaiserwald bei Riga eingewiesen, alte Menschen, Kranke, Kinder und als nicht arbeitsfähig Eingestufte hingegen ermordet. |
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» Kowno (Kaunas/Kauen) |
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