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Deportationen in das Ghetto Lodz/Litzmannstadt, Oktober/November 1941 Im Rahmen der im Herbst 1941 auf Anordnung des Reichssicherheitshauptamts (RSHA) durchgeführten Massendeportationen nach Lodz wurden insgesamt 20.000 Jüdinnen und Juden aus dem "Altreich", dem Gebiet Österreichs, dem "Protektorat Böhmen und Mähren" und Luxemburg sowie 5.000 österreichische Sinti und Roma deportiert. Zwischen dem 15. Oktober und 2. November 1941 trafen rund 5.000 jüdische Opfer aus Wien in Lodz ein. Über 78 Prozent von ihnen waren älter als 45 Jahre, über 41 Prozent älter als 60 und fast neun Prozent hatten bereits das 70. Lebensjahr überschritten; weit über die Hälfte waren Frauen. Innerhalb weniger Wochen stieg die Sterblichkeit der Wiener Juden stark an. Bis zum Mai 1942 starben 771 an Hunger, Krankheit und Erschöpfung. Schon aufgrund ihres Alters wurden viele der Wiener Juden als "arbeitsunfähig" eingestuft und ab Mai 1942 nach Chelmno/Kulmhof transportiert, wo sie in mobilen Tötungseinrichtungen, den "Gaswagen", ermordet wurden. Bis zum Beginn des Sommers 1942 tötete die SS ungefähr die Hälfte aller Personen, die im Oktober/November 1941 aus Deutschland, Österreich, Böhmen und Mähren nach Lodz deportiert worden waren. Von den rund 5.000 Wiener Juden waren im Herbst 1942 nur noch 615 am Leben. Als das Ghetto in Lodz im August 1944 aufgelöst und alle Ghettoinsassen nach Auschwitz deportiert wurden, lebten noch ca. 300 bis 400 der Wiener Juden. Die Selektion in Auschwitz, die Zwangsarbeit in den verschiedenen Konzentrationslagern forderten weitere Opfer. Nur 34 der nach Lodz deportierten Wiener Juden haben die Befreiung erlebt. |
Leopold Gelb (links stehend, geb. 1. März 1870) und das Ehepaar Mathilde (geb. 6. Oktober 1878)
und Wilhelm Gelb (geb. 18. August 1873) wurden am 23. Oktober 1941 nach Lodz/Litzmannstadt deportiert.
Leopold Gelb starb am 19. Mai 1942, Wilhelm Gelb am 7. August 1942; das Todesdatum von Mathilde Gelb ist nicht
bekannt.
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