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UNIQA-Tower mit Namen von Holocaustopfern

Eine Initiative von UNIQA und DÖW zum Gedenken an den Novemberpogrom 1938

68 Jüdinnen und Juden, die vor ihrer Deportation in der direkten Nachbarschaft des heutigen UNIQA Towers wohnten, wurden im Holocaust ermordet. Ihre Namen werden - heuer zum zweiten Mal - symbolisch für alle Holocaustopfer von 6. bis 10. November 2019 zum Gedenken an den 81. Jahrestag des Novemberpogroms auf der Fassade des UNIQA Towers zu lesen sein.

 

Namensturm_02©UNIQA_Gregor Bitschnau 

 

Der UNIQA-Tower (Untere Donaustraße 21) als "Namensturm"
© UNIQA Gregor Bitschnau

 

 

Die Namen werden bei Einbruch der Dunkelheit in einer 12-minütigen Endlosschleife auf der LED-Fassade des 21-stöckigen UNIQA Towers am Donaukanal erscheinen. Sie erstrecken sich dabei über jeweils vier Stockwerke des Towers und sind weithin sichtbar.

 

Das Schicksal der jüdischen UNIQA-AnrainerInnen spiegelt das Schicksal eines Großteils der österreichischen Holocaustopfer wider: die meisten von ihnen wurden von Wien entweder in das Ghetto Theresienstadt (30 Personen) oder nach Maly Trostinec (15 Personen) deportiert. Fünf Personen, denen die Flucht aus Österreich gelang, wurden später aus Belgien und der Slowakei nach Auschwitz deportiert.

 

Die Leopoldstadt war vor dem "Anschluss" 1938 der Bezirk Wiens mit dem höchsten jüdischen Bevölkerungsanteil. Zusätzlich konzentrierten die Nationalsozialisten ab 1939 die jüdische Bevölkerung durch massenhafte Zwangsumsiedlungen innerhalb Wiens entlang des Donaukanals, weshalb einzelne Adressen wie die Ferdinandstraße 18 oftmals vielen Jüdinnen und Juden als letzter Wohnort dienten.

 

Basis dieser Gedenkinitiative ist das DÖW-Projekt MEMENTO Wien, eine digitalen Visualisierung der österreichischen Opferdaten. MEMENTO Wien ist ein für mobile Endgeräte (Tablets und Smartphones) optimiertes Online-Tool, das Informationen zu den Opfern der NS-Diktatur in Wien bietet: Über den Stadtplan rückt diese mobile Website die letzten Wohnadressen der Ermordeten sowie eine Reihe von Archivdokumenten und wo möglich Fotos zu Personen und Gebäuden in der Stadt in den Blickpunkt.

 

 

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