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Verleihung des Willy und Helga Verkauf-Verlon Preises für österreichische antifaschistische Publizistik 2009 an Christine Nöstlinger Der Preis wird dieses Jahr im Rahmen der Jahresversammlung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes übergeben.
Laudatorin ist Die österreichische Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger (geb. 1936 in Wien) hat in ihrem literarischen Werk politische und gesellschaftskritische Aspekte nie ausgespart und sich immer wieder auch mit tabuisierten Themen auseinandergesetzt. Die Erfahrungen, die sie als Kind im Zweiten Weltkrieg machte, hat sie u. a. in den autobiographischen Arbeiten Maikäfer, flieg! (1973) und Zwei Wochen im Mai (1981) weitergegeben. Alltagsfaschismus in verschiedenen Formen wird u. a. in Wir pfeifen auf den Gurkenkönig (1972) und Rosa Riedl Schutzgespenst (1979) thematisiert. Ihre ProtagonistInnen zeichnen sich durch den Mut zu Renitenz und Widerstand gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit aus. Christine Nöstlinger wurde für ihre Bücher mehrfach ausgezeichnet, so u. a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis (1973), dem Österreichischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur (1974 und 1979), dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien (mehrfach), der Hans-Christian-Andersen Medaille (1984), dem Johann-Nestroy-Ring (1986), dem Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln (1998) und dem Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis (2003). |
Dieser Preis für antifaschistische österreichische Publizistik wurde von Helga und Willy
Verkauf-Verlon 1991 als Zeichen ihrer Verbundenheit mit dem DÖW gestiftet. Er wird für
wissenschaftliche und publizistische Leistungen vergeben.
Bisherige Preisträger: Herbert Exenberger, Fritz Hausjell, Maria Sporrer, Oliver Rathkolb, Wolfgang Purtscheller, Brigitte Bailer, Robert Streibel, Anton Pelinka, Rainer Mayerhofer, Peter Huemer, Marianne Enigl, Winfried R. Garscha, Ruth Wodak, Gerhard Roth, Robert Schindel, Eva Blimlinger, Doron Rabinovici, Christa Zöchling, Helmut Konrad |
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