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Friedrich Stepanek: Die Tiroler Freiwilligen im Spanischen Bürgerkrieg 1936 - 1939

Eine Kollektivbiographie

Abstract

Diese Arbeit wurde mit dem Herbert-Steiner-Anerkennungspreis 2009 ausgezeichnet.

 

 

Forschungsgegenstand der vorliegenden Diplomarbeit ist die Gruppe jener Männer - und es handelt sich hierbei ausschließlich um Männer -, die aus Tirol freiwillig nach Spanien reisten, um als Soldaten die Spanische Republik gegen den Militärputsch des Generals Franco zu verteidigen. Das Forschungsinteresse war zwar zuerst lokalgeschichtlicher Natur, da die Herkunft und der spätere Lebensweg von Tirolern aufgezeigt werden sollten, doch zeigte sich bei der Beschäftigung mit den Quellen bald, dass die Konzentration auf eine kleine Teilgruppe von Spanienkämpfern eine Auswertung nach sozialgeschichtlichen Gesichtspunkten eher zulässt als die Beschäftigung mit einem numerisch schwer übersichtlichen nationalen Kontingent.

 

Der Aufbau der vorliegenden Arbeit richtet sich nach den Stationen des kollektiven Lebensweges der Tiroler Spanienkämpfer: Tirol in den 1930er Jahren, Spanien, Frankreich, das "Deutsche Reich" und schließlich wieder Tirol nach 1945. Die Kapitel zu den Stationen in Frankreich, Deutschland und im Tirol der Nachkriegszeit wurden recht ausführlich behandelt, da es zu den österreichischen Spanienkämpfern in französischen Internierungs- und deutschen Konzentrationslagern verhältnismäßig wenig wissenschaftliche Literatur gibt. Neuland war vor allem die Erforschung der Lebenssituation der Spanienkämpfer nach 1945. Da es zu den Tiroler Spanienkämpfern diesbezüglich an Literatur fehlt, wurden für dieses Kapitel hauptsächlich Opferfürsorgeakten und Wiedereinbürgerungsakten ausgewertet, weshalb auch erstmals eine genauere Untersuchung der Stellung der Spanienkämpfer vor dem Opferfürsorgegesetz und der Vorgang ihrer Wiedereinbürgerung vorgenommen wurde.

 

 

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