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Personalia

Info-DIREKT

Zum Start der Zeitschrift 2015 schienen Karl Winkler, Funktionär der Österreichischen Landsmannschaft (ÖLM), und Gertrud Stain als verantwortliche Personen auf. Der Verein, der Info-DIREKT ursprünglich trug, wurde inzwischen zugunsten der Info-DIREKT Verlags-GmbH aufgelöst. Alle drei Gesellschafter der GmbH waren bereits von Beginn an "führend" in die Zeitschrift Involviert (vgl. Ausgabe Nr. 16, S. 26). Mit Jan Ackermeier (akademische Burschenschaft Teutonia Wien) und Ulrich Püschel (akad. B! Arminia Czernowitz zu Linz) entstammen zwei von ihnen dem burschenschaftlichen Spektrum. Geschäftsführer Michael Scharfmüller war einst im neonazistischen Bund freier Jugend (BfJ) aktiv, ebenso Stefan Magnet, der als Autor der Zeitschrift in Erscheinung tritt und 2018 via Facebook bekundete, schon von Beginn an das Projekt Info-DIREKT mitgestaltet zu haben. Ein weiterer BfJ-Veteran, Stefan Kohlbauer, wurde nach seinem Ableben Ende 2016 in der Zeitschrift als "unser treuer Mitstreiter" gewürdigt, illustriert mit einer Aufnahme aus BfJ-Zeiten (Nr. 10, S. 50).

 

Der BfJ war die Jugendorganisation einer der traditionsreichsten Gruppierungen des österreichischen Rechtsextremismus (mit deutlich neonazistischen Tendenzen), der Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik (AfP). Zur Einschätzung beider Gruppierungen hat Prof. Heinz Mayer 2005 ein Gutachten vorgelegt. Die Aktivitäten des BfJ erstreckten sich von 2001 bis 2007. Ein Verbotsgesetz-Prozess gegen fünf Kader der Organisation endete 2008 mit Freisprüchen, in Info-DIREKT ließ Stefan Magnet den Prozess 2018 Revue passieren (Nr. 19, S. 18 f.).

 

Die Website der Zeitschrift führte bis Februar 2018 Stefan Juritz als Verantwortlichen für den Online-Auftritt (seither wird kein entsprechender Verantwortlicher mehr genannt). Der Burschenschafter (Marko-Germania Graz) begann seine politische Laufbahn im Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ). 2007 trat er als RFJ-Funktionär – und unter direkter Bezugnahme auf den BfJ-Prozess – öffentlich für die Abschaffung des Verbotsgesetzes ein. Seit 2014 auch in der Identitären Bewegung Österreich (IBÖ) engagiert, fungiert er inzwischen als Chefredakteur des dieser nahestehenden Online-Mediums Die Tagesstimme.

 

 

Die Nennung von AutorInnen in rechtsextremen Publikationen bedeutet nicht, dass alle Genannten als RechtsextremistInnen qualifiziert werden. Gleiches gilt für die in dieser Rubrik angeführten Gruppen: Nicht jede Organisation oder Partei mit Kontakten zum organisierten Rechtsextremismus ist selbst als rechtsextrem einzustufen.

Rechtsextremismus wird in keiner Weise mit Nationalsozialismus, Neonazismus oder Neofaschismus gleichgesetzt.

 

 

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