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Homophober Kommentar

Neues von ganz rechts - September 2001

Der oberösterreichische Rechtsextremist Fred Duswald (aB! Danubia, München; Aula, Graz) kommentiert in der rechtskatholischen Zeitschrift Der 13. die Verweigerung des Opferstatus für die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung vom NS-Regime Verfolgten: Damit würden "politische Gegner des Nationalsozialismus [...] davor bewahrt, mit unpolitischen Sittenstrolchen auf eine Stufe gestellt zu werden". (Der 13. 8-9/2001, S. 22)

Die stigmatisierende NS-Diktion reproduzierend behauptet Duswald, die "KZ-Haft" sei "nur für qualifizierte Sittlichkeitsverbrecher" vorgesehen gewesen. Beleg für den kriminellen Charakter der Homosexualität sei es, "dass nicht weniger als 86 Prozent der KZ-Schwulen [...] einschlägig vorbestraft [waren]". Die hohe Todesrate in den Lagern erklärt Duswald mit dem "revisionistischen" Argument der ausgebrochenen Seuchen, die "- erst recht unter den Bedingungen der allgemeinen Unterernährung infolge des Zusammenbruches der Versorgung gegen Ende des Krieges - medizinisch immer weniger beherrschbar [wurden]." Die Lebensgefahr für in KZ inhaftierte Homosexuelle sei auch deshalb so groß gewesen, "weil sie wegen ihrer gegen die Schöpfungsordnung gerichteten Sexualität auch in Freiheit die gesundheitlich am meisten gefährdete Gruppe bilden und ihre Lebenserwartung von Haus aus nur halb so hoch ist wie bei Heterosexuellen". Denn schließlich: "'Der Sold der Sünde ist der Tod', schrieb der Apostel Paulus an die Römer." (Ebenda, S. 23)

 

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