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Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG)

Neues von ganz rechts - April 2003

Die Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG), ein deutsch-österreichischer Dachverband am äußersten rechten Rand der Korporiertenszene, hat die Aktion "Burschenschafter gegen Imperialismus" ins Leben gerufen und am 6. April eine Presserklärung zum Irak-Krieg veröffentlicht. Zu finden ist diese u. a. auf der Homepage der Wiener Burschenschaft Olympia, prominentes Gründungsmitglied der BG.

Für die deutschnational Korporierten ist klar, dass "mit der Aggression von USA und Großbritannien ein verbrecherischer Verstoß gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker vorliegt". Zustimmend beziehen sich die antiimperialistischen Burschenschafter auf eine Erklärung des französischen Rechtsextremisten Alain de Benoist: "Wer dennoch Krieg führt, um die Regierung eines anderen Staates auszuschalten, ist wie dies Alain de Benoist richtig in seiner Erklärung (vom 20. 3. 03) formuliert hat 'ein Gesetzesloser', der sich nicht darüber beklagen sollte, wenn seine gedemütigten Feinde auf das gleiche schäbige Niveau herabsinken wie er selbst."

Die in der internationalen Neonaziszene kursierende Benoist-Erklärung gipfelt in einer offenen Gutheißung von gewalttätiger Vergeltung: "Ab diesem Donnerstag, 20. März 2003, 2.32 morgens, ist jeder Akt von Vergeltungsmaßnahmen, gerichtet gegen amerikanische Interessen und auch amerikanische Personen, militärisch, politisch, diplomatisch und administrativ, an welchem Ort, wie weit und breit, mit welchen Mitteln, unter welchen Umständen auch immer, von nun an zugleich legitim und notwendig." Nach diesen deutlichen Worten verließ Benoist jedoch der Bekennermut und er ergänzte seine Erklärung am 21. 3.: "Es kam selbstverständlich für mich nicht in Frage den Anschein zu erwecken, terroristische Aktionen zu befürworten, die grundsätzlich immer zu verurteilen sind, besonders jene, die die zivile Bevölkerung treffen."

Auch die Burschenschafter müssen betonen, dass es ihnen "nicht um die Rechtfertigung solcher Taktiken" (wie "Partisanenkampf, Guerilla-Taktik, Selbstmordanschläge und die Unruhestiftung im Hinterland des Aggressors") geht, "sondern lediglich um das Verdeutlichen der Zusammenhänge, von (amerikanischer) Ursache und (arabischer) Wirkung".

 

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