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Rausch, Franz

Österreichische Stalin-Opfer (bis 1945)

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Name russisch: Рауш Франц Антонович

Geboren: 1893, Leitmeritz (Litomîřice, Böhmen)

Wohnorte in der Sowjetunion: Buj (Kostromskaja obl.)

Verhaftet: 1942

Anklage: Zugehörigkeit zur deutschen Minderheit

Urteil: Zwangsarbeit in der Arbeitsarmee

Emigrationsmotiv: Kriegsgefangener des Ersten Weltkriegs

Schicksal: im Lager umgekommen

 

Franz Rausch wurde 1893 in Leitmeritz (Litoměřice) in Nordböhmen geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der k.u.k. Armee, wurde in Galizien verwundet und geriet in russische Kriegsgefangenschaft. Die Gefangenschaft verbrachte er in Internierungslagern bei Moskau, im Gebiet Kostroma und im Fernen Osten, wobei er im Eisenbahnbau arbeiten musste. Um 1918 erkrankte Franz Rausch an Flecktyphus und wurde ins Lazarett des Lagers von Buj im Gebiet Kostroma eingeliefert, wo ihn die Krankenschwester Anna Auer, die dann seine Frau wurde, gesund pflegte. 1920 wurde sein Sohn Georg Rausch geboren. Franz Rausch, der mit seiner Familie aufgrund der politischen Lage nicht ausreisen konnte, erhielt die ständige Aufenthaltserlaubnis für die Sowjetunion, behielt aber seine österreichische Staatsbürgerschaft. Er arbeitete im Forstbetrieb Возрождение in Buj, in dem er es bis zum stellvertretenden Direktor brachte.

 

Wegen Zugehörigkeit zur deutschen Minderheit wurde Rausch im November 1942 verhaftet und zum Dienst in der Arbeitsarmee (трудармия) verurteilt. Er musste in einem Bergwerk bei Kopejsk, einer Satellitenstadt von Čeljabinsk, arbeiten und starb dort am 8. März 1943 an Dystrophie.

 

 

Quelle: gulag.memorial.de

 

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