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Österreichische Pensionen für jüdische Vertriebene

Die Rechtsanwaltskanzlei Ebner: Akteure – Netzwerke – Akten

Claudia Kuretsidis-Haider

Buchcover

 

 

 

 

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.)

 

Mit Beirägen von Brigitte Bailer, Manfred Mugrauer und Rudolf Müller

 

Unter Mitarbeit von Christine Schindler, Ursula Schwarz und Karin Bischof

 

Wien 2017

 

319 Seiten

 

Preis: EUR 19,50

 

 

"Meine Praxis als Rechtsanwalt [ist] auf Pensionsprobleme spezialisiert [...], hauptsächlich für Emigranten. Das ist zwar nicht das Gebiet, auf dem man am meisten Geld verdient, aber es reicht für meine Bedürfnisse und ich bilde mir ein, etwas sozial Nützliches zu tun. Ein zusätzlicher Effekt ist, dass ich mit sehr vielen alten Freunden und Bekannten wieder in Kontakt komme."

Aus einem Schreiben von Hugo Ebner an einen Klienten in Oceanside, Kalifornien, 28. 3. 1973

 

Nach dem "Anschluss" 1938 mussten bis 1942 über 130.000 Menschen Österreich aus politischen und/oder rassistischen Gründen verlassen – 100.000 allein zwischen März 1938 und Mai 1939; die große Mehrheit von ihnen waren Jüdinnen und Juden. Die Vertreibung und vorherige Verfolgung durch Berufsverbote, Verlust des Arbeitsplatzes, Haft etc.  zog sozialversicherungsrechtliche Nachteile wie die Kürzung erworbener Pensions- oder Rentenansprüche nach sich. Die Publikation ist den Partnern und MitarbeiterInnen der Kanzlei Ebner gewidmet: Hugo Ebner, Kurt Kunodi, Karl Zerner, Rainer Kunodi, Rudolf Müller, Heinrich Vana sowie deren Sekretärinnen, die mit ihrer Arbeit für die aus Österreich Vertriebenen ein wenig Wiedergutmachung oder zumindest partielle finanzielle Kompensation für erlittenes Leid erreichen konnten – soweit dies möglich und vom Gesetzgeber vorgesehen war.

 

Im Mittelpunkt des Buches stehen Verfolgung, Flucht und Vertreibung – der KlientInnen der Kanzlei ebenso wie von Hugo Ebner und Karl Zerner, die beide als Betroffene der "Nürnberger Gesetze" aus Österreich fliehen mussten und in Großbritannien Aufnahme fanden. Nach ausführlichen biographischen Angaben zu Hugo Ebner geht Claudia Kuretsidis-Haider auf Aktivitäten, Partner und MitarbeiterInnen der Rechtsanwaltskanzlei ein, schildert Sozialversicherungsrechtliches aus der Kanzleipraxis und informiert über die Pensionsakten der Kanzlei Ebner im DÖW.

 

Brigitte Bailer gibt einen Überblick über das österreichische Sozialversicherungsrecht im Hinblick auf die vertriebenen Juden und Jüdinnen. Manfred Mugrauer befasst sich mit MandantInnen aus dem politischen und persönlichen Umfeld von Hugo Ebner.

 

Ebenfalls abgedruckt ist ein Interview des Historikers Hans Schafranek mit Hugo Ebner aus dem Jahr 1984. Darin schildert Ebner seine politische Betätigung vor 1938, seinen Fluchtversuch gemeinsam mit dem Schriftsteller Jura Soyfer in die Schweiz sowie ihre Verhaftung und Internierung in den Konzentrationslagern Dachau und Buchenwald.

 

 

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