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Gedenken in Wien
Im Auftrag von KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien in Kooperation mit der Stadt Wien (MA 42 - Stadtgartenamt) wurde
im Jänner 2010 ein Wettbewerb für die Gestaltung eines Mahnmals an der Stelle des im Zuge des Novemberpogroms zerstörten Turnertempels (Ecke Turnergasse/Dingelstedtgasse, 1150 Wien) ausgeschrieben. Zielsetzung war es, einen Gedächtnisort zu schaffen, der an die Geschichte des Tempels und seine Bedeutung für die jüdischen BewohnerInnen der Gemeinde sowie an seine Zerstörung erinnert. Gleichzeitig sollte der Platz damit wieder - als eine Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft - zum Ort der Begegnung werden.
Bis 31. Juli 2010 erinnert die Ausstellung Servitengasse 1938. Spuren in der Nachbarschaft an die 462 vertriebenen und ermordeten Juden und Jüdinnen aus der Servitengasse (Galerie FORTUNA, Bergg. 21, 1090 Wien, Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr). Parallel dazu findet eine Plakatausstellung in einzelnen Geschäften der Servitengasse statt.
Am 26. Mai 2010 wurde das Mahnmal zum Gedenken an die Zwangsarbeiter 1938-1945 in der Donaustadt (Tanklager Lobau, Lobgrundgasse/Ecke Raffineriestraße, 1220 Wien) enthüllt. Es erinnert an hunderte ZwangsarbeiterInnen, die während der NS-Herrschaft in der Ölindustrie, für den Bau des Donau-Oder-Kanals und im Stadtgut Lobau eingesetzt wurden. Anlässlich der feierlichen Enthüllung sprach die wissenschaftliche Leiterin des DÖW Brigitte Bailer-Galanda zum Thema Zwangsarbeit in Konzentrationslagern. Die Feierlichkeiten waren eingebunden in die 1. Donaustädter "Geh-denk"Wanderung, die ihren Ausgangspunkt beim Gedenkstein Ecke Silberergasse/Rosenbergstraße hatte. Letzterer erinnert an die über 65.000 Holocaustopfer in Österreich. Auf Initiative der Stadt Wien und der Israelitischen Kultusgemeinde Wien wurde 1987 mit der Pflanzung eines Gedenkwaldes begonnen. |
Mitteilungen 197
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