Aus dem Programm des Literaturhauses Wien / Österreichische Exilbibliothek


Vortrag / Buchpräsentation

Koloman Wallisch

Dramentext nach einem Handlungsplan
von Bertolt Brecht


1934, nach den Kämpfen zwischen der Heimwehr und dem Republikanischen Schutzbund, wurde Koloman Wallisch (1889-1934), Kommandant des Republikanischen Schutzbunds in der Obersteiermark, von einem Standgericht zum Tode verurteilt und hingerichtet. Er ging als Symbolfigur für einen kompromisslosen Widerstand gegen Diktatur und Faschismus in die Literatur ein.

Auch Bertolt Brecht beschäftigt sich mit dem bewaffneten Widerstand der Arbeiterbewegung in Österreich - er widmete Koloman Wallisch 1935 im dänischen Exil eine (Fragment gebliebene) Kantate, die Hanns Eisler hätte vertonen sollen. Der Schweizer Theaterautor und Brecht-Forscher Werner Wüthrich fand 2002 in der Nähe von Zürich unbekannte Brecht-Manuskripte, darunter Gedichte und einen "Handlungsplan", in dem Brecht die Dramaturgie der Kantate skizziert hatte. Aus diesen Fundstücken hat Wüthrich einen Dramentext geschaffen, der Anfang 2012 im Innsbrucker StudienVerlag erschienen ist.


  • Begrüßung: Anna Ifkovits Horner, Schweizerischer Botschaftsrätin in Österreich


  • Anschließend stellt Werner Wüthrich - gemeinsam mit dem Grazer Historiker Werner Anzenberger (Arbeiterkammer Steiermark) und dem Wiener Komponisten Herbert Lauermann - seinen Text und dessen historisch und politisch brisante Kontexte vor.
Zeit:
Donnerstag,
16. 2. 2012,
19.00 Uhr


Ort:
Literaturhaus,
Seideng. 13,
Veranstaltungseingang:
Zieglerg. 26 A,
1070 Wien


Eintritt frei!

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