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Lesung / Buchpräsentation "Jede Freundschaft mit mir ist verderblich" - Joseph Roth und Stefan Zweig
Wallstein, 2011 Buchpräsentation mit den HerausgeberInnen Madeleine Rietra und Rainer-Joachim Siegel, Verleger Thedel von Wallmoden und dem Verfasser des Nachworts Heinz Lunzer "Deutschland ist tot. Für uns ist es tot. ... Es ist ein Traum gewesen. Sehen Sie es endlich, bitte!", beschwört Joseph Roth 1933 Stefan Zweig in einem Brief. Roth ist bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreicher Feuilletonist, Zweig Autor literarischer Bestseller. Während Roth schon 1933 emigriert und von Beginn an jeden Kompromiss ablehnt, versucht Zweig noch längere Zeit, sich zu arrangieren. Ungeachtet der zunehmenden Entfremdung unterstützt Zweig den Freund finanziell und versucht auch, ihn vom zerstörerischen Alkoholismus abzubringen. Der Briefwechsel aus den Jahren 1927-1938 erzählt die Geschichte einer Freundschaft, die auch an den politischen Verhältnissen zerbricht - und die Geschichte zweier im Exil zerstörter Leben. "Wir werden nicht alt, wir Exilierten", schreibt Zweig, als Roth 1939 in Paris stirbt. 1942 nimmt Zweig sich in Petropolis, Brasilien, das Leben. |
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