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Die Kinder von Maison d'Izieu
Wanderausstellung, konzipiert und kuratiert von der Gedenkstätte Maison d'Izieu (Frankreich) Ehrenschutz: Bundeskanzler Werner Faymann Die Wanderausstellung läuft seit Jänner 2010 und war in allen Bundesländern zu sehen. Im Mai 2011 war sie an der Berufsschule 9 und an der Pädagogischen Hochschule in Linz und im Juni 2011 ist sie als letzte Station vor der Rückgabe nochmals in Wien zu sehen. In der Zeit von Jänner 2010 - April 2011 haben ca. 18.000 SchülerInnen und BesucherInnen die Ausstellung besucht. |
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Foto: Maison d'Izieu Das von Sabine und Miron Zlatin gegründete Kinderheim in Izieu (80 km von Lyon entfernt) beherbergte über 100 jüdische Kinder verschiedener Nationalität, deren Eltern bereits von den Nazis deportiert worden waren. Durch die Aufnahme in Izieu hatten die Kinder die Chance, der antisemitischen Verfolgung zunächst zu entkommen. Am Morgen des 6. April 1944 wurden 44 Kinder - sieben davon aus Wien - und ihre ErzieherInnen auf Befehl von Klaus Barbie, Leiter der Lyoner Gestapo, festgenommen und deportiert. Mit Ausnahme von zwei Jugendlichen und des Direktors Miron Zlatin, die in Reval (Estland) erschossen wurden, wurde die Gruppe nach Auschwitz deportiert. Dort wurden - bis auf die Erzieherin Léa Feldblum - alle kurz nach ihrer Ankunft vergast. Die Fotoausstellung zeigt die Kinder und ihre Erzieher in der Zeit ihres Aufenthaltes in Izieu von Mai 1943 bis April 1944. Es sind fröhliche Bilder, mit fröhlichen Kindern. Das Wissen um ihre grausame Ermordung ist dadurch noch schmerzvoller. Im Anschluss an den Prozess von Klaus Barbie in Lyon 1987, dessen Verhaftung nur durch die unermüdliche Initiative von Beate und Serge Klarsfeld möglich war, bildete sich am 4. März 1988 um Sabine Zlatin die Vereinigung Musée mémorial des Enfants d'Izieu, die 1990 das Kinderheim Maison d'Izieu erwarb. 1994 wurde die Gedenkstätte vom damaligen französischen Staatspräsident François Mitterrand eingeweiht. Begleitend zur Ausstellung werden ein Katalog und Arbeitsblätter für den Unterricht angeboten, in denen - in Kooperation mit www.erinnern.at - auf die Geschichte der sieben österreichischen Kinder, aber auch auf die Geschichte des Hauses und die Geschichte Frankreichs in der Zeit der Shoah eingegangen wird. (Download: www.millisegal.at) Weiters werden die Filmdokumentation Die Kinder kamen nicht zurück von Hannes Gellner und der Film Die Hetzjagd mit Franka Potente als Beate Klarsfeld gezeigt (Anmeldung dazu ist erforderlich). Weitere Informationen, Bildmaterial:
Agentur Milli Segal |
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